• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Zur Werbung mit einem online veröffentlichten Testergebnis

10.08.2015

Meldung, Wirtschaftsrecht

Zur Werbung mit einem online veröffentlichten Testergebnis

Beitrag mit Bild

Der Betrieb

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat es einem Händler gestattet, mit einem im Internet veröffentlichten Testergebnis zu werben. Es genügt, wenn Verbraucher deutlich auf die Fundstelle hingewiesen werden und leicht auf das Testergebnis zugreifen können.

In dem entschiedenen Streitfall warb ein Händler in einem Bestellmagazin für einen Staubsauger und pries diesen mit dem Testergebnis „sehr gut“ an. Als Fundstelle für das Testergebnis nannte er ein Internetportal. Ein Wettbewerbsverband forderte den Händler auf, die Werbung zu unterlassen. Er vertrat die Auffassung, dass die Bezugnahme auf ein im Internet veröffentlichtes Testergebnis wettbewerbswidrig sei. Der Händler weigerte sich, die Werbung einzustellen, weswegen der Wettbewerbsverband ihn vor dem Landgericht Oldenburg auf Unterlassung in Anspruch nahm, weil der Hinweis auf eine Fundstelle im Internet nicht genüge. Der Verbraucher müsse die Möglichkeit haben, anhand der Fundstelle das Testergebnis auch ohne Internet nachlesen zu können.

Verbrauchern ist das Internet vertraut und zugängig

Das OLG Oldenburg widersprach mit Urteil 6 U 64/15 vom 31.07.2015 und entschied, dass der Händler mit dem Testergebnis werben darf. Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sei die Werbung mit einem Testergebnis zulässig, wenn der Verbraucher deutlich auf die Fundstelle hingewiesen werde und leicht auf das Testergebnis zugreifen könne. Ein leichter Zugriff sei grundsätzlich auch auf ein im Internet veröffentlichtes Testergebnis möglich. Das Internet sei in weiten Bevölkerungskreisen verbreitet. Ihm komme eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung zu. Ein Verbraucher könne sich selbst dann ohne große Mühe Zugang zum Internet verschaffen, wenn er über keinen eigenen Anschluss verfüge. Ihm werde dabei nicht mehr abverlangt, als wenn er sich ein in einer Zeitschrift veröffentlichtes Testergebnis besorgen müsste.

(OLG Oldenburg / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©Thomas Reimer/fotolia.com


29.09.2026

Sammelanderkonten: Verlängerung des Nichtbeanstandungserlasses bis Ende 2027

Anwaltliche Sammelanderkonten bleiben bis Ende 2027 von der praktischen Anwendung der CRS-Meldepflicht verschont.

weiterlesen
Sammelanderkonten: Verlängerung des Nichtbeanstandungserlasses bis Ende 2027

Meldung

saiarlawka/123rf.com


29.09.2026

EU-Kommission aktualisiert Tool für öffentliches Country-by-Country Reporting

Der aktualisierte EU-Report-Generator erleichtert Unternehmen die digitale Umsetzung der neuen Berichtspflichten zum pCbCR.

weiterlesen
EU-Kommission aktualisiert Tool für öffentliches Country-by-Country Reporting

Meldung

©stadtratte /fotolia.com


28.09.2026

Steuerfreie Einlagenrückgewähr: Nachweis muss deutschen Steuerregeln folgen

Für steuerfreie Einlagenrückgewähr aus EU-Gesellschaften reicht die ausländische Handelsbilanz als Nachweis grundsätzlich nicht aus.

weiterlesen
Steuerfreie Einlagenrückgewähr: Nachweis muss deutschen Steuerregeln folgen
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht