18.05.2016

Arbeitsrecht, Meldung

Zur Personalsuche bei Mindestlohnjobs

Beitrag mit Bild

Auch bei Stellen auf dem Mindestlohnniveau werden immer öfter zusätzliche Kenntnisse und Fertigkeiten wie beispielsweise soziale Kompetenzen gefragt.

Im Jahr 2015 gab es rund 122.000 sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen mit einem Entgelt auf dem Mindestlohnniveau von 8,50 Euro. 37 Prozent der Betriebe berichten über Schwierigkeiten bei Neueinstellungen im Mindestlohnbereich – doppelt so viele wie im Vorjahr.

Die Bedeutung von langfristigen Stellenbesetzungen hat bei den Neueinstellungen auf dem Mindestlohnniveau 2015 deutlich zugenommen: Während 2014 noch 57 Prozent der Stellen mit diesem Ziel ausgeschrieben wurden, waren es 2015 schon 81 Prozent. Für langfristig zu besetzende Stellen ist es aus Sicht der Betriebe besonders wichtig, möglichst gut geeignete Bewerber zu finden.

Suche dauert immer länger

Die veränderten Anforderungen der Betriebe spiegeln sich in der veranschlagten Dauer der Personalsuche wider: 2014 setzten die Betriebe noch durchschnittlich 23 Tage für die Suche bis zum gewünschten Arbeitsbeginn im Mindestlohnbereich an, 2015 lag diese Zahl bei 46 Tagen. Auch die Dauer bis zur Personalentscheidung bei Neueinstellungen im Mindestlohnbereich hat sich von 27 auf 51 Tage erhöht. Die Zahl der aus Sicht der Betriebe geeigneten Bewerber ist zurückgegangen, zeigt die aktuelle Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Gestiegene Anforderungen an Bewerber

Neben gestiegenen Anforderungen an das formale Qualifikationsniveau der Bewerber waren im Jahr 2015 auch bei deutlich mehr Stellen auf dem Mindestlohnniveau zusätzliche Kenntnisse und Fertigkeiten wie beispielsweise soziale Kompetenzen gefragt. 2014 wurden diese bei 10 Prozent der Stellen gefordert, 2015 lag der Anteil bei 19 Prozent. „Die Arbeitgeber zeigen bei Besetzungsschwierigkeiten aber auch Kompromissbereitschaft“, erklären die IAB-Forscher. Vor allem in Bezug auf die geforderte Qualifikation und die Berufserfahrung machten sie Zugeständnisse.

(IAB, PM vom 17.05.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Steuerboard

Sebastian Löcherbach


24.07.2026

Gebührenerhebung bei der verbindlichen Auskunft: Sachverhaltsbegriff, Mehrheit von Antragstellern und Verjährungsfrage

Die Gebühren für eine verbindliche Auskunft bemessen sich nach dem Gegenstandswert und können bei Nachfolge- und Umstrukturierungssachverhalten erhebliche Größenordnungen erreichen.

weiterlesen
Gebührenerhebung bei der verbindlichen Auskunft: Sachverhaltsbegriff, Mehrheit von Antragstellern und Verjährungsfrage

Meldung

©maho/fotolia.com


24.07.2026

Falsche Kilometerangaben beim Firmenwagen führen zu Steuerhinterziehung

Bei Firmenwagen müssen Kilometerangaben gegenüber Arbeitgeber und Finanzamt vollständig, richtig und nachvollziehbar sein.

weiterlesen
Falsche Kilometerangaben beim Firmenwagen führen zu Steuerhinterziehung

Meldung

peshkova/123rf.com


24.07.2026

KI-Ausfall würde viele Beschäftigte sofort ausbremsen

KI ist für viele Beschäftigte kein Zusatzwerkzeug mehr, sondern eine unverzichtbare Grundlage ihrer täglichen Arbeit.

weiterlesen
KI-Ausfall würde viele Beschäftigte sofort ausbremsen
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht