• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Zur Neufassung der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer

11.04.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Zur Neufassung der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer

Beitrag mit Bild

Die WPK hat Entwürfe zur Neufassung der Berufssatzung für WP/vBP und der Satzung für Qualitätskontrolle vorgelegt.

Die Änderung der WPO durch das Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz (APAReG) tritt am 17.06.2016 in Kraft. Dies macht Änderungen der Berufssatzung für WP/vBP und der Satzung für Qualitätskontrolle erforderlich.

Neben den im Zusammenhang mit dem APAReG stehenden Änderungen in der Berufssatzung WP/vBP werden weitere Neuerungen umgesetzt, wie zum Beispiel die Aufnahme der Regelungen zur Berufshaftpflichtversicherung oder Anpassungen an den IESBA Code of Ethics. Insgesamt sind die Änderungen in beiden Satzungen so umfangreich, dass sie neu gefasst werden sollen. Der Beirat der WPK wird die Entwürfe am 29.04.2016 beraten und gegebenenfalls beschließen.

Änderungen der Berufssatzung für WP/vBP

Die geplante Neufassung ist auf eine Eins-zu-eins-Umsetzung der Vorgaben des Gesetzgebers ausgerichtet. Dabei soll der in Deutschland traditionell bestehende hohe Qualitätsanspruch berücksichtigt werden und es soll Erleichterungen geben. Die Änderungen betreffen die Themenbereiche

–          Begrenzung bestimmter Pflichten auf Abschlussprüfungen nach § 316 HGB

–          Erstellung eines abgerundeten Regelwerks für den Berufsstand im Sinne eines „roten Fadens“

–          Umsetzung der Vorgaben des CoE prinzipienorientiert und damit an die deutsche Rechtslage angelehnt

–          Betonung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit, insbesondere bei der Ausgestaltung des Qualitätssicherungssystems

–          Liberalisierungen und Streichungen.

Satzung für Qualitätskontrolle

Die Änderungen der Satzung für Qualitätskontrolle folgen überwiegend aus den Änderungen der WPO durch das APAReG. Die Änderungen betreffen die Themenbereiche

–          Registrierung der Prüfer für Qualitätskontrolle

–          Anzeigeverfahren bei Aufnahme der Tätigkeit als Abschlussprüfer

–          Sonderfall der Benennung eines Prüfers für Qualitätskontrolle durch die Kommission für Qualitätskontrolle

–          Bestimmung des Turnus bis zur nächsten Qualitätskontrolle anhand einer Risikoanalyse

–          Durchführung von Qualitätskontrollen und die Berichterstattung über eine Qualitätskontrolle

–          Teilnahme der Kommission für Qualitätskontrolle an Qualitätskontrollen und deren Aufsicht über die Prüfer für Qualitätskontrolle

–          Durchführung von Qualitätskontrollen bei gemischten Praxen (Abschlussprüfer, die auch § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB-Unternehmen prüfen).

(WPK vom 08.04.2016 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

© Kara / fotolia.com


23.07.2026

Erneuerbare-Energien-Gesetz: Neue Prüfungsaufgabe für Wirtschaftsprüfer

Das EEG 2027 soll überhöhte Windkraftpachten begrenzen und deren Einhaltung durch Wirtschaftsprüfer absichern.

weiterlesen
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Neue Prüfungsaufgabe für Wirtschaftsprüfer

Thomas Ubber


23.07.2026

Nationaler Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen – eine gute Mogelpackung!

Den Vorgaben der EU-Mindestlohn-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2022/2041) entsprechend hat das Bundeskabinett am 22.07.2026 den „Nationalen Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen“ verabschiedet.

weiterlesen
Nationaler Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen – eine gute Mogelpackung!

Meldung

©gguy/fotolia.com


23.07.2026

Cum-Ex-Fonds: Bank haftet nicht für Anlegerschäden

Kein Schadensersatz für die Anleger eines Luxemburger Fonds gegen eine Bank, dem eine verbotene Cum-Ex-Struktur zugrunde lag.

weiterlesen
Cum-Ex-Fonds: Bank haftet nicht für Anlegerschäden
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht