21.12.2016

Arbeitsrecht, Meldung

WSI zieht Tarifbilanz 2016

Beitrag mit Bild

In den länger laufenden Abschlüssen, die auch Anhebungen für 2017 vorsehen, bewegen sich die Steigerungsraten für das kommende Jahr überwiegend zwischen 1,7 und 2,4 Prozent.

Die Tarifabschlüsse 2016 sahen in den meisten Branchen für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen 1,5 und 3,0 Prozent vor, mit einem Schwerpunkt um 2,5 Prozent, zeigt die aktuelle Tarifbilanz des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung.

In der Metall- und Elektroindustrie erreichte die IG Metall neben einer Pauschalzahlung von 150 Euro eine Tariferhöhung von 2,8 Prozent ab Juli 2016 und einer weiteren Anhebung um 2,0 Prozent ab April 2017 bei einer Laufzeit von insgesamt 21 Monaten. In der chemischen Industrie setzte die IG BCE eine Tariferhöhung von 3,0 Prozent in diesem Jahr und weiteren 2,3 Prozent im kommenden Jahr bei einer Laufzeit von insgesamt 24 Monaten durch.

Bau, Druck und Banken

Im Bauhauptgewerbe vereinbarte die IG BAU für 2016 eine Tariferhöhung von 2,4/2,9 Prozent (West/Ost) und für 2017 von weiteren 2,2/2,4 Prozent bei insgesamt 22 Monaten Laufzeit. In der Druckindustrie erhalten die Beschäftigten nach drei Nullmonaten eine Tariferhöhung von 2,0 Prozent ab Juli dieses Jahres und weitere 1,8 Prozent ab August nächsten Jahres bei einer Laufzeit von 29 Monaten. Im Bankgewerbe vereinbarte ver.di nach fünf Nullmonaten eine Tariferhöhung von 1,5 Prozent ab Oktober 2016 und jeweils weitere 1,1 Prozent ab Januar und November 2018 bei einer Laufzeit von insgesamt 33 Monaten.

Leiharbeit: Ost/West-Angleichung bis 2021

In der Leiharbeit vereinbarte die DGB-Tarifgemeinschaft die endgültige Ost/West-Angleichung bis April 2021. Bis dahin steigen die Entgelte im Westen jährlich zwischen 2,5 und 3,2 Prozent und im Osten jährlich bis zu 4,82 Prozent. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

Wahlrecht bei der Bahn

Bei der Deutschen Bahn AG setzte die EVG nach einer Pauschalzahlung von 550 Euro für die Monate Oktober 2016 – März 2017 eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent ab April 2017 und weitere 2,62 Prozent ab Januar 2018 durch. Die EVG-Mitglieder können entscheiden, ob sie diese weitere Tariferhöhung als weitere Lohnerhöhung oder lieber in Form von sechs zusätzlichen freien Tagen oder in Form einer um eine Stunde kürzeren Arbeitszeit umsetzen wollen. Die Laufzeit geht über 24 Monate bis September 2018.

Streikgeschehen

Das Konfliktniveau fiel in der Tarifrunde 2016 deutlich geringer aus als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2016 waren nach Schätzung des WSI rund 405.000 streikbedingte Ausfalltage zu verzeichnen, im gesamten vergangenen Jahr waren es rund 2 Millionen.

(Hans-Böckler-Stiftung, PM vom 13.12.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©Butch/fotolia.com


28.11.2023

Beitragsbemessungsgrenzen 2024

Zu Anfang eines jeden Jahres steigen in der Regel die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung – so auch zum 1. Januar 2024.

weiterlesen
Beitragsbemessungsgrenzen 2024

Meldung

©Poca Wander Stock/istockphoto.com


28.11.2023

Etwa jedes achte Unternehmen nutzt KI

Etwa jedes achte Unternehmen (12 %) in Deutschland nutzt künstliche Intelligenz (KI) – am häufigsten im Controlling oder in der Finanzverwaltung.

weiterlesen
Etwa jedes achte Unternehmen nutzt KI

Meldung

©dogfella/123rf.com


27.11.2023

Zahlungen von 1,3 Mio. sind kein steuerfreies Trinkgeld

Geldgeschenke von sehr hohem Wert oder die einem Arbeitsentgelt entsprächen, sind nicht als steuerfreies Trinkgeld zu klassifizieren.

weiterlesen
Zahlungen von 1,3 Mio. sind kein steuerfreies Trinkgeld

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank