• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Wirtschaftsethik: Was Mitarbeiter aufrichtiger macht

18.04.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Wirtschaftsethik: Was Mitarbeiter aufrichtiger macht

Beitrag mit Bild

Eine Unternehmenskultur, die den Wert der Integrität betont, ist eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zu Kontroll- und Compliance-Maßnahmen.

Wenn Unternehmen in der Krise stecken, dann oft, weil Mitarbeiter nicht aufrichtig waren oder Kunden ihnen nicht mehr vertrauen. Dabei kann schon die Erinnerung an moralische Werte die Ehrlichkeit erhöhen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt.

Volkswagen, Siemens, BP – die Liste großer Unternehmen, die durch Skandale deutlich an Kundenvertrauen eingebüßt haben, ist lang. Oft stürzt das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter ganze Konzerne in schwere Krisen und immer wieder stellt sich die Frage, wie Gesellschaft und Unternehmen ethisches Verhalten im Wirtschaftsleben fördern können.

Konflikt zwischen Gewinn und Gewissen aus wissenschaftlicher Perspektive

Mit dem Max-Weber-Preis hat das IW jetzt zum zwölften Mal herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus der Wirtschaftsethik ausgezeichnet. Der Gewinner des Masterpreises, Jan Winkin, untersuchte die Glaubwürdigkeit von Nichtregierungsorganisationen: Im Kampf um mediale Aufmerksamkeit neigen sie dazu, die positiven Ergebnisse ihrer Arbeit zu übertreiben, diagnostizierte er. Giuseppe Franco gewann den höchstdotierten Wissenschaftspreis mit seiner Dissertation. Ihm gelang eine Neuinterpretation von Studien des Kardinals und Ökonomen Joseph Höffner an der Schnittstelle zwischen Philosophie, Theologie und Wirtschaft.

Moralappelle als sinnvolle Ergänzung

Das IW hat anlässlich der Preisverleihung in einer Studie untersucht, was Menschen aufrichtiger macht. Dabei zeigte sich: Schon kleine Moralappelle, wie der Hinweis auf den Ehrenkodex des Unternehmens oder das Bewusstmachen christlicher Werte, sorgen für mehr Ehrlichkeit. In Experimenten wurde deutlich, dass Menschen ihr Gegenüber nach entsprechenden Hinweisen seltener zum eigenen Vorteil ausnutzen. „Die Erkenntnisse dieser Studien sollten sich Unternehmen zunutze machen“, resümiert IW-Direktor Michael Hüther. „Eine Unternehmenskultur, die den Wert der Integrität betont, ist eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zu Kontroll- und Compliance-Maßnahmen.“

(IW Köln, PM vom 14.04.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Steuerboard

Benedikt Hohaus / Natalie Tafelski


22.06.2026

Erstmalige Stellungnahme der Finanzverwaltung zur Beurteilung von Anteilen mit einer negativen Liquidationspräferenz (sog. Hurdle-Shares)

Das Bayerische Landesamt für Steuern hat in seiner Verfügung vom 28.05.2026 Stellung dazu genommen, wie Hurdle-Shares in der Regel steuerlich zu beurteilen sind und in welchen Gestaltungskonstellationen sie als Arbeitslohn zu qualifizieren sein können.

weiterlesen
Erstmalige Stellungnahme der Finanzverwaltung zur Beurteilung von Anteilen mit einer negativen Liquidationspräferenz (sog. Hurdle-Shares)

Meldung

©Butch/fotolia.com


22.06.2026

Sozialversicherung: Arbeitgeber trägt Risiko fehlender Dokumentation

Verletzt ein Arbeitgeber seine Aufzeichnungspflichten, darf die DRV die beitragspflichtigen Arbeitsentgelte schätzen.

weiterlesen
Sozialversicherung: Arbeitgeber trägt Risiko fehlender Dokumentation

Meldung

©GregBrave/fotolia.com


22.06.2026

DAX-Konzerne: Fortschritte bei der Frauen-Förderung

Der Frauenanteil in den obersten Führungsebenen der DAX-Konzerne ist gestiegen, dennoch bleiben Frauen im Top-Management deutlich unterrepräsentiert.

weiterlesen
DAX-Konzerne: Fortschritte bei der Frauen-Förderung
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht