04.04.2016

Arbeitsrecht, Meldung

Wie hoch sind Arbeitskosten in der EU?

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Auch bei den Lohnnebenkosten gibt es große Di9fferenzen innerhalb der EU.

Die Arbeitskosten pro Stunde lagen 2015 in den EU-Mitgliedstaaten zwischen 4,10 Euro und 41,30 Euro. Die niedrigsten Arbeitskosten hatten Bulgarien und Rumänien, die höchsten Dänemark und Belgien vorzuweisen.

Im Jahr 2015 lagen die geschätzten durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der gesamten Wirtschaft in der Europäischen Union bei 25 Euro und im Euroraum bei 29,50 Euro. Hinter diesen Durchschnittswerten verbergen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Die niedrigsten Arbeitskosten pro Stunde wurden in Bulgarien (4,10 Euro), Rumänien (5,00 Euro), Litauen (6,80 Euro), Lettland (7,10 Euro) und Ungarn (7,50 Euro) verzeichnet und die höchsten in Dänemark (41,30 Euro), Belgien (39,10 Euro), Schweden (37,40 Euro), Luxemburg (36,20 Euro) und Frankreich (35,10 Euro).

24 % Lohnnebenkosten

In der Industrie lagen die Arbeitskosten pro Stunde bei 25,90 Euro in der EU und 32,30 Euro im Euroraum, im Dienstleistungssektor bei 24,90 Euro bzw. 28,60 Euro und im Baugewerbe bei 22,40 Euro bzw. 25,80 Euro. In der hauptsächlich nichtgewerblichen Wirtschaft (ohne öffentliche Verwaltung) lagen die Arbeitskosten pro Stunde im Jahr 2015 in der EU bei 25,10 Euro und im Euroraum bei 29,40 Euro. Die Arbeitskosten setzen sich aus Löhnen und Gehältern sowie Lohnnebenkosten, wie bspw. den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber, zusammen. Der Anteil der Lohnnebenkosten in der gesamten Wirtschaft betrug in der EU 24 % und im Euroraum 26 % und reichte dabei von 6,6 % in Malta bis 33,2 % in Frankreich.

Anstieg der Arbeitskosten

Zwischen 2014 und 2015 stiegen die Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft, ausgedrückt in Euro, in der EU um 2,0 % und im Euroraum um 1,5 %. Im Euroraum wurden die höchsten Anstiege in Lettland (+7,3 %), Litauen (+5,6 %) und Estland (+5,3 %) verzeichnet. Rückgänge wurden in Zypern (-1,0 %) und Italien (-0,5 %) registriert.

(Eurostat, PM vom 01.04.2016/ Viola C. Didier)


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