• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Vollzeitlöhne steigen deutlich – Unterschiede bleiben

21.07.2026

Arbeitsrecht, Meldung

Vollzeitlöhne steigen deutlich – Unterschiede bleiben

Die Entgelte von Vollzeitbeschäftigten sind 2025 deutlich gestiegen: Das mittlere Bruttomonatsgehalt erhöhte sich um 5,1 % auf 4.217 €. Gleichzeitig zeigen die Zahlen weiterhin erhebliche Unterschiede nach Geschlecht, Region, Qualifikation und Lebensalter.

Beitrag mit Bild

©Stockfotos-MG/fotolia.com

Das mittlere Bruttomonatsentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (Median) lag im Jahr 2025 bei 4.217 €. Gegenüber dem Jahr 2024 sind die Löhne und Gehälter somit im Mittel um 203 € oder 5,1% gestiegen. Das deutliche Plus erklärt sich insbesondere mit Entgeltzuwächsen infolge von höheren Tarifabschlüssen.

Entgelte nach Geschlecht

Während das Medianentgelt der Männer bei 4.328 € lag, erzielten Frauen 4.019 €. Die Differenz betrug 309 € und ging im Vergleich zum Jahr 2024 somit um 37 € zurück. Dieser sogenannte unbereinigte Gender-Pay-Gap hat verschiedene Ursachen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die unterschiedlichen Berufsfelder bzw. Branchenschwerpunkte von Frauen und Männern. Auch die bei Frauen häufiger vorkommenden familienbedingten Erwerbsunterbrechungen verzögen oder verhindern teilweise Aufstiegschancen und in diesem Zuge höhere Erwerbseinkommen.

Höchste Entgelte in Hamburg, niedrigster Wert in Mecklenburg-Vorpommern

Die höchsten Medianentgelte erzielten (bezogen auf Arbeitsortdaten) Vollzeitbeschäftigte in Hamburg mit 4.768 €, Baden-Württemberg mit 4.546 € und Hessen mit 4.530 €. In Mecklenburg-Vorpommern (3.497 €), Thüringen (3.508 €) und Sachsen-Anhalt (3.563 €) ist der Median am geringsten.

Akademikerinnen und Akademiker zählten zu den Spitzenverdienern

Wie viel Beschäftigte verdienen, hängt auch stark von der jeweiligen Qualifikation ab. Während Menschen ohne Berufsabschluss im Mittel 3.133 € erzielten, lag das Medianentgelt bei Arbeitnehmenden mit anerkanntem Berufsabschluss bei 4.069 €. Für Akademikerinnen und Akademiker wird im Mittel ein Wert von 6.146 € ausgewiesen.

Lebensalter wirkt sich beim Entgelt aus

Mit zunehmendem Lebensalter – was in der Regel auch mit größerer Berufserfahrung einhergeht – steigt bei den Beschäftigten das Entgelt im Median. Arbeitnehmende unter 25 Jahren erzielten im Mittel 3.202 €, 25- bis unter 55-Jährige 4.286 €. Die Arbeitnehmenden 55-Jahre-plus erwirtschafteten ein Medianentgelt von 4.362 €.

Entgeltatlas mit Ergebnissen nach Berufen

Mit der Veröffentlichung der neuesten Zahlen wurde auch der Entgeltatlas der BA entsprechend aktualisiert. Dort können die Entgelte für alle Berufe zeitnah abgerufen werden.


Bundesagentur für Arbeit vom 20.07.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

Weitere Meldungen


Steuerboard

Martin Liebernickel


21.07.2026

Nord-FM zur Erbschaftsteuer: Reformsignal mit praktischer Sprengkraft

Die Erbschaftsteuer bleibt politisch und verfassungsrechtlich unter Druck. Neben dem SPD-Konzept „FairErben“ liegt nun auch ein Positionspapier der Finanzministerin und Finanzminister der Nordländer vom 19.06.2026 zur Weiterentwicklung der Erbschaftsteuer vor.

weiterlesen
Nord-FM zur Erbschaftsteuer: Reformsignal mit praktischer Sprengkraft

Rechtsboard

Hans-Peter Löw


21.07.2026

Zielvereinbarung und Zielvorgabe – Neue Fallstricke für Arbeitgeber

Möchte der Arbeitgeber seine Mitarbeitenden durch die Zahlung eines Zielbonus zu mehr Leistung motivieren („Management by Objectives“), so wird er typischerweise in einem Rahmenvertrag die generellen Regelungen festhalten. Dies kann entweder im Arbeitsvertrag oder kollektivrechtlich in einer Betriebsvereinbarung geschehen. Dabei geht es häufig um viel Geld. Nicht zuletzt deshalb beschäftigen Bonussysteme immer öfter die Arbeitsgerichte. Dabei geht es in letzter Zeit immer mehr um das Verhältnis von Zielvereinbarungen und Zielvorgaben und um Störfälle im Prozess der Zielfestsetzung und der Messung der Zielerreichung.

weiterlesen
Zielvereinbarung und Zielvorgabe – Neue Fallstricke für Arbeitgeber

Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com


21.07.2026

Digitale IFRS-Berichte: IASB legt Änderungen vor

Die geplanten Änderungen zeigen, dass die digitale Finanzberichterstattung fortlaufend an neue IFRS-Vorgaben angepasst werden muss.

weiterlesen
Digitale IFRS-Berichte: IASB legt Änderungen vor
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht