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10.01.2025

Arbeitsrecht, Meldung

Vier von zehn Angestellten denken über Jobwechsel nach

Mehr als jede und jeder Vierte (42 %) hierzulande denkt über einen Jobwechsel nach. Die Gründe dafür sind zahlreich, am schwersten wiegt jedoch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.

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nialowwa/123rf.com

Motivationsloch am Arbeitsplatz: Nicht einmal jede und jeder zweite Angestellte in Deutschland (48 %) gibt aktuell an, auf der Arbeit sein Bestes zu geben. Damit liegen die Befragten hierzulande deutlich unter dem internationalen Durchschnitt von 54 %. Während Angestellte in Großbritannien (47 %) ein ähnliches Motivationsniveau haben wie die Befragten hierzulande, sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Frankreich (37 %), den Niederlanden (36 %) und Japan (19 %) zum Teil noch deutlich unmotivierter am Arbeitsplatz als die Menschen in Deutschland. Mehr Motivation verspüren dagegen Angestellte in Indien (67 %), China (59 %) und den USA (57 %).

Am motiviertesten sind hierzulande ältere Beschäftigte: Von den Baby-Boomern – also den Ende 50-Jährigen beziehungsweise über 60-Jährigen – zeigen sich 63 % besonders motiviert. Bei den jüngeren Arbeitnehmern aus der sogenannten GenZ, die bis 29 Jahre alt sind, liegt der Anteil bei gerade einmal 43 %. Und ihren aktuellen Arbeitgeber einem Bekannten empfehlen? Dies würden in Deutschland nur etwas mehr als vier von zehn Befragten (44 %) – ein im weltweiten Vergleich (50 %) unterdurchschnittlicher Wert. In Indien (70 %) und China (56 %) finden sich Mehrheiten für eine solche Empfehlung. Das sind Ergebnisse der diesjährigen Studie „Work Reimagined“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Für die Umfrage wurden mehr als 17.000 Menschen weltweit befragt, 1.000 davon in Deutschland.

Homeoffice ist ein enorm wichtiger Faktor für die Angestellten

Mehr als jede und jeder Vierte (42 %) hierzulande denkt über einen Jobwechsel nach – Männer (45 %) häufiger als Frauen (41 %). Nur in Indien (50 %) und Frankreich (43 %) liegt dieser Wert höher. Deutlich treuer sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in China (29 % Wechselwillige), Großbritannien (35 %) und Japan (36 %). Die Gründe für den geplanten Wechsel des Arbeitgebers sind aus Sicht der Befragten zahlreich, am schwersten wiegt die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten (50 %). Auch bessere Karrierechancen, mehr Flexibilität und das Verhalten beziehungsweise die Qualität der Führungskräfte (jeweils 49 %) spielen eine große Rolle. Gehaltssteigerungen geben 47 % als Grund an.

Nach wie vor arbeiten sehr viele Menschen in Deutschland ganz oder großenteils von zu Hause aus: Ein Fünftel der Befragten (21 %) arbeitet komplett in den eigenen vier Wänden, ein weiteres Drittel arbeitet mehrheitlich im Homeoffice (36 %). 15 % geben dagegen an, gar nicht von zu Hause aus zu arbeiten. Und das hat Folgen: So sagen 59 % der Befragten, dass die Arbeit von zu Hause aus es erschwert, soziale Kontakte zu den Kolleginnen und Kollegen aufrechtzuerhalten. Fast ebenso viele Angestellte (58 %) geben an, dass es im Homeoffice schwierig ist, die Grenze zwischen Privatleben und Arbeit zu ziehen, und die Zusammenarbeit mit dem eigenen Team schwierig ist (57 %). Umgekehrt sagen dagegen knapp drei von vier Befragten (74 %), dass das soziale Miteinander mit den Kolleginnen und Kollegen ein klarer Pluspunkt bei der Arbeit in der Firma ist. Der Meinung, dass die Zusammenarbeit mit dem Team im Büro besser funktioniert, sind fast ebenso viele (72 %).


EY vom 06.01.2025 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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