• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Verrechnungspreise bei konzerninternen Dienstleistungen

08.12.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Verrechnungspreise bei konzerninternen Dienstleistungen

Beitrag mit Bild

Die Verrechnung von low-value-adding Services ist eine der häufigsten Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen und stellt einen Prüfungsschwerpunkt in steuerlichen Betriebsprüfungen dar.

Die Ermittlung von Verrechnungspreisen bei Konzerndienstleistungen erfolgt oftmals nach der Kostenaufschlagsmethode. Das Problem: Kostenaufschläge innerhalb verschiedener Dienstleistungskategorien zeigen statistisch signifikante und ökonomisch materielle Unterschiede auf.

Die Verrechnung von Dienstleistungen ist eine der häufigsten Leistungsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen und stellt ebenso häufig einen Schwerpunkt in steuerlichen Betriebsprüfungen im Bereich Verrechnungspreise dar. Insbesondere die Verrechnung von sog. gering wertschöpfenden oder auch „low-value-adding“ Services wird regelmäßig vonseiten der Steuerbehörden aufgegriffen.

Dokumentationspflicht und materielle Unterschiede

Im Zentrum der Diskussion steht dabei neben dem Nachweis der Vorteilhaftigkeit dieser Services (Benefit-Test) vermehrt auch das steuerlich angemessene und dem Fremdvergleich entsprechende Gewinnelement. Da für die Verrechnung von Dienstleistungen i.d.R. die Kostenaufschlagsmethode angewandt wird, ist damit die Fremdüblichkeit des Gewinn- bzw. Kostenaufschlags vonseiten des Steuerpflichtigen zu dokumentieren. Eine breitangelegte Datenbankanalyse liefert am Markt beobachtete Kostenaufschläge und verifiziert die im Rahmen von BEPS Aktionspunkt 10 postulierten Kostenaufschläge von 5% für sog. „low-value-adding“ Services. Die Analyse zeigt allerdings statistisch signifikante und ökonomisch materielle Unterschiede innerhalb verschiedener Kategorien von low-value-adding Services auf.

Hinweise für die Praxis

Im Fachbeitrag „Kostenaufschläge bei der Verrechnung von konzerninternen Dienstleistungen“ von Dr. Christian Schwarz, StB Dr. Stefan Stein, StB Dr. Nils Holinski und Sebastian Hoffmann werden auf Basis einer breit angelegten Datenbankstudie solche Gewinn- bzw. Kostenaufschläge bestimmt und praxisnah erläutert. Sie finden den Beitrag in DER BETRIEB vom 09.12.2016, Heft 49, Seite 2857 – 2861 sowie online unter DB1215202.


Weitere Meldungen


Meldung

©animaflora/fotolia.com


25.02.2026

110-Euro-Grenze: BFH setzt neue Maßstäbe bei Abschiedsfeiern

Tritt der Arbeitgeber bei einer Abschiedsfeier als Gastgeber auf, bestimmt er die Gästeliste und steht ein beruflicher Anlass im Vordergrund, liegt kein Arbeitslohn vor.

weiterlesen
110-Euro-Grenze: BFH setzt neue Maßstäbe bei Abschiedsfeiern

Meldung

©Marco2811/fotolia.com


25.02.2026

Kein Spekulationsgeschäft trotz Luxus-Wohnmobil

Auch hochpreisige Wirtschaftsgüter können „Gegenstände des täglichen Gebrauchs“ sein, sodass deren Gewinn beim Verkauf steuerfrei bleiben kann.

weiterlesen
Kein Spekulationsgeschäft trotz Luxus-Wohnmobil

Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com


24.02.2026

Lohnsteuer-Pauschalierung scheitert an der 20-Arbeitnehmer-Grenze

Das FG Münster stärkt die Rechtssicherheit für Arbeitgeber: Die 20-Arbeitnehmer-Grenze bleibt ein maßgeblicher Orientierungspunkt bei der Lohnsteuer-Pauschalierung.

weiterlesen
Lohnsteuer-Pauschalierung scheitert an der 20-Arbeitnehmer-Grenze
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)