• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Verhaltener Aufschwung trotz politischen Unsicherheiten

08.09.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Verhaltener Aufschwung trotz politischen Unsicherheiten

Beitrag mit Bild

Das Wirtschaftswachstum bleibt trotz leichter Abkühlung im zweiten Quartal auf Kurs, auch wenn die aus dem Brexit folgenden Risiken für die Konjunktur noch lange nicht vom Tisch sind.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone bleibt auf Kurs: Das erste Halbjahr 2016 gehört – trotz der bereits erwarteten Abkühlung im zweiten Quartal – zu den stärkeren seit der Finanzkrise. Ein grundlegender Stimmungsumschwung nach dem Brexit-Votum ist bisher nicht erkennbar.

„Die Eurozone befindet sich weiter in einer vorsichtigen Aufschwungphase“, erklärt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Allerdings weht ihr derzeit wieder ein heftigerer Wind entgegen – auch jenseits des Brexit.“ Zahlreiche politische Unsicherheiten dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung, etwa die Lage in der Türkei, die nach wie vor angespannte Situation in der Ukraine, die noch immer ungeklärte Regierungsbildung in Spanien oder das anstehende Referendum in Italien. „Die Hoffnung, dass Investitionen den Konsum als Wachstumstreiber schrittweise ablösen und ein kraftvoller, selbsttragender Aufschwung in Gang kommt, wird sich vorerst nicht erfüllen“, so Zeuner.

Divergenzen zwischen Euroländern nehmen wieder zu

Das robuste Wachstum in der Währungsunion insgesamt verdeckt wieder zunehmende Divergenzen auf Länderebene. Unter den großen Volkswirtschaften wuchsen Deutschland und vor allem Spanien sehr dynamisch, Frankreich und Italien stagnierten. „Zu Jahresbeginn sah es mit der für den Euroraum wichtigen Konvergenz noch gut aus, Wachstumsraten glichen sich an. Damit ist es vorerst wieder vorbei“, kommentiert Zeuner. Während die enttäuschende Entwicklung in Frankreich zum Teil Einmaleffekten aufgrund der heftigen Streiks im Mai / Juni zuzuschreiben sein dürften, gibt Italien mehr Anlass zur Sorge. Die dortige Stagnation spiegelt die aktuelle Lage der Wirtschaft wider. Das Land kämpft weiter mit den Altlasten einer mehr als dreijährigen Rezession.

KfW Research erhöht Prognose für 2016 auf 1,5 %

KfW Research korrigiert seine Wachstumsprognosen für die Eurozone sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr nach oben: Für 2016 wird nun ein Plus von 1,5 % (Vorprognose: 1,3 %) erwartet, für 2017 von 1,4 % (1,1 %).

(KfW Research vom 06.09.2016/Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©sdecoret/fotolia.com


03.03.2026

Gesetzentwurf zum Produkthaftungsrecht vorgelegt

Das Produkthaftungsrecht wird reformiert. Dies bedeutet eine deutliche Ausweitung der Haftungsrisiken in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.

weiterlesen
Gesetzentwurf zum Produkthaftungsrecht vorgelegt

Meldung

©beebright/fotolia.com


03.03.2026

Cyberangriffe: Unternehmen ringen mit NIS-2

Die NIS-2-Richtlinie hat strengere Cybersicherheits- und Meldepflichten eingeführt, die wegen ihres hohen administrativen Aufwands kritisch bewertet werden.

weiterlesen
Cyberangriffe: Unternehmen ringen mit NIS-2

Meldung

©stadtratte/fotolia.com


02.03.2026

Aktivrente: Wer vom Steuerbonus besonders profitiert

Mit der Aktivrente will die Bundesregierung erfahrene Fachkräfte länger im Berufsleben halten und belohnt das mit einem attraktiven Steuerfreibetrag.

weiterlesen
Aktivrente: Wer vom Steuerbonus besonders profitiert
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)