• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Unternehmen suchen durchschnittlich vier Monate nach Fachkräften

24.03.2023

Arbeitsrecht, Meldung

Unternehmen suchen durchschnittlich vier Monate nach Fachkräften

Deutsche Unternehmen suchen durchschnittlich drei bis vier Monate nach Fachkräften, zeigt eine aktuelle ifo-Umfrage. Für die Umfrage wurden 554 Personalverantwortliche aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungen befragt.

Beitrag mit Bild

©Andrey Popov/fotolia.com

Durchschnittlich vier Monate benötigen 37,5 % der befragten Personalleiter von der Ausschreibung bis zur Unterschrift. 25,1 % der Befragten konnten eine offene Stelle innerhalb von ein bis zwei Monaten mit einer Fachkraft besetzen. Aus mittelgroßen Unternehmen meldeten das sogar 37,4 %. Und 17,2 % der kleinen Unternehmen sind sogar in den ersten vier Wochen erfolgreich. „Deutlich verkürzen können Unternehmen die Zeit, wenn sie sich als Arbeitgeber positionieren, der auf Vielfalt in der Belegschaft achtet“, sagt Julia Freuding aus der ifo-Niederlassung in Fürth.

Vielfalt bei der Stellenbesetzung wichtig

Um vielfältigere Kandidatinnen anzusprechen, setzen Unternehmen vor allem darauf, ihre Stellenanzeigen entsprechend zu formulieren (65,4 %), dazu gehört auch die gezielte Ansprache bestimmter Gruppen von Bewerberinnen (30,7 %). Unternehmen, die angeben, bei der Neueinstellung auf Vielfalt zu achten, besetzen ihre Stellen deutlich schneller: 47,8 % innerhalb von zwei Monaten, davon 17,7 % innerhalb von vier Wochen. Von den Unternehmen, die bei der Besetzung von freien Stellen nicht auf Vielfalt achten, besetzen nur 32,2 % ihrer Stellen innerhalb von zwei Monaten. „Vielfalt bei der Stellenbesetzung dient den Unternehmen immer häufiger als Mittel gegen den Fachkräftemangel“, sagt Freuding.

Keine festen Ziele für Diversität

Die Belegschaft ist bei der Mehrheit der befragten Unternehmen in den letzten Jahren vielfältiger geworden und sie haben damit überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Für die befragten Firmen stechen als positive Aspekte die menschliche Bereicherung und eine schnellere Stellenbesetzung hervor, was vor allem in Zeiten des Arbeitskräftemangels von zentraler Bedeutung ist. Ein festes Ziel für eine bestimmte Geschlechter- oder Frauenquote haben sich aber die wenigsten Unternehmen gesetzt.


Ifo Institut vom 16.03.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro

Weitere Meldungen


Meldung

©Dan Race/fotolia.com


12.06.2026

BGH: Schufa-Kosten bleiben beim Gläubiger

Schufa-Kosten vor Klageerhebung sind grundsätzlich kein ersatzfähiger Verzugsschaden des Gläubigers, entschied der BGH.

weiterlesen
BGH: Schufa-Kosten bleiben beim Gläubiger

Meldung

©momius/fotolia.com


12.06.2026

Gesetzentwurf zur Reform des Schiedsverfahrensrechts vorgelegt

Streitbeilegung durch Schiedsgerichte spielt im deutschen Wirtschaftsleben eine wichtige Rolle, deshalb soll das Schiedsverfahrensrecht jetzt modernisiert werden.

weiterlesen
Gesetzentwurf zur Reform des Schiedsverfahrensrechts vorgelegt

Steuerboard

Raphael Baumgartner / Cindy Slominska


11.06.2026

§ 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG: Anwendung auf gewerblich geprägte Personengesellschaften – Neue Entwicklung in der Verwaltungspraxis

Die Diskussion um § 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG hat in jüngerer Zeit an praktischer Relevanz gewonnen. Hintergrund ist, dass Finanzämter vermehrt die Auffassung vertreten, das Verlustverrechnungsverbot erfasse negative Einkünfte aus Drittstaatenbetriebsstätten auch dann, wenn diese einer gewerblich geprägten Personengesellschaft i.S.d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG zuzurechnen sind.

weiterlesen
§ 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG: Anwendung auf gewerblich geprägte Personengesellschaften – Neue Entwicklung in der Verwaltungspraxis
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht