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17.09.2018

Betriebswirtschaft, Meldung

Unternehmen investieren verstärkt in Digitalisierung

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©Coloures-Pic/fotolia.com

Die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen nimmt Fahrt auf: In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, planen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen.

Wie stark Unternehmen in die Digitalisierung investieren, hängt von ihrer Größe ab. Vorreiter sind große Unternehmen mit über 50 Mio. EUR Jahresumsatz, von denen 87 % Investitionen in die Digitalisierung fest eingeplant haben. Der entsprechende Anteil der kleinen Unternehmen bis 1 Mio. EUR Jahresumsatz liegt bei 32 %. Nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt, sind Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und des Groß- und Außenhandels mit 69 bzw. 68 % besonders aktiv. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes digitalisieren vor allem ihre Produktionsanlagen. Im Groß- und Außenhandel steht dagegen die Vernetzung mit anderen Unternehmen im Mittelpunkt.

Ziel: Steigerung der Effizienz

Die Triebfeder für geplante Digitalisierungsinvestitionen ist für die Unternehmen die Steigerung der Effizienz, etwa durch die Verknüpfung der IT-Systeme zwischen den Geschäftsbereichen (56 %) oder in der Produktion (55 %). Die Nutzung von Chancen bei der Erschließung neuer Märkte mit Hilfe neuer digitaler Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ist nur für 34 % ein Motiv für Investitionen in die Digitalisierung.

Investition aus eigener Tasche

Nur wenig Unternehmen finanzieren ihre Digitalisierungsprojekte über Kredite. Lediglich 9 % der Unternehmen, die Kreditverhandlungen führen, wollen damit Digitalisierungsvorhaben finanzieren. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Unternehmen bislang eher kleine Volumina für ihre Digitalisierungsprojekte ausgeben und die dafür erforderlichen Mittel aus internen Quellen decken können. Mit zunehmender Größe führen Unternehmen häufiger Kreditverhandlungen über Digitalisierungsvorhaben.

Zugang zu Krediten schwieriger

Generell ist es für Unternehmen schwieriger, Kredite für Investitionen in die Digitalisierung zu erhalten als für andere Investitionen, z.B. für Maschinen und Anlagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen den Kreditzugang als „schwierig“ oder „sehr schwierig“ bezeichnen, beträgt bei Unternehmen, die für Digitalisierungsvorhaben nach einem Kredit suchen, 13,7 %. Diese Wahrscheinlichkeit liegt somit gut zwei Drittel höher als bei Krediten für andere Investitionen.

(KfW, PM vom 13.09.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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