02.08.2017

Arbeitsrecht, Meldung

Suche nach Mitarbeitern boomt

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Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Juni auf 44,38 Millionen geklettert. Gleichzeitig suchen Arbeitgeber händeringend neue Mitarbeiter. Die Nachfrage stieg im Juli auf den höchsten Stand seit 2005. Allein bei der Bundesagentur für Arbeit sind 750.000 offene Stellen gemeldet.

Im Juni waren 44,38 Millionen Menschen erwerbstätig – 46.000 mehr als im Vormonat und 670.000 mehr als vor einem Jahr. Zusätzliches Plus: Laut Bundesagentur für Arbeit geht die steigende Erwerbstätigkeit einher mit mehr sozialversicherungspflichtigen Anstellungen. An der Spitze stehen Jobs bei qualifizierten Unternehmensdienstleistern, in der Pflege- und der Sozialbranche. Insgesamt 32,14 Millionen Menschen waren im Mai sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 75.000 mehr als im April. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 744.000 mehr reguläre Jobs.

Große Nachfrage nach neuen Mitarbeitern

Wegen der anhaltend guten Konjunktur suchen die deutschen Arbeitgeber händeringend neue Mitarbeiter. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit stieg im Juli auf den höchsten Stand seit Anfang 2005. 750.000 offene Stellen waren im Juli bei der BA gemeldet – 11.000 mehr als im Juni und 76.000 mehr als vor einem Jahr. In allen Branchen werden mehr Arbeitskräfte gesucht. Vor allem im Öffentlichen Dienst, für Erziehung und Unterricht wird mehr Personal benötigt. Aber auch im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, von unternehmensnahen Dienstleistern und am Bau suchen Firmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen dauert länger

Die Zahl der regulär Beschäftigten Zuwanderer stieg im Mai um 263.000 oder 14 Prozent. Allerdings werde es auch bei schneller Arbeitsmarktintegration immer arbeitslose Migranten geben, stellt die BA in ihrem Monatsbericht zum Arbeitsmarkt fest. Die Arbeitslosmeldung von Geflüchteten ist ein erster Schritt zur Integration in den Arbeitsmarkt. Der Integrationsprozess wird aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und formalen Qualifikationen längere Zeit dauern. Die Arbeitslosigkeit von Personen aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern – Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien – stieg im Juli im Vorjahresvergleich um 38.000 oder 24 Prozent. Insgesamt wurden im Juli 492.000 Flüchtlinge als Arbeitsuchende, davon 185.000 als Arbeitslose von einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter betreut.

(Bundesregierung, PM vom 01.08.2017/ Viola C. Didier)


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