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04.09.2019

Arbeitsrecht, Meldung

Studie: Junge Arbeitnehmer nach Urlaub gleich wieder urlaubsreif

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©Janina Dierks/fotolia.com

Eben noch Amrum, Algarve oder Arenal – nun wieder Großraumbüro, Fabrikhalle oder Verkaufstresen. 70 % der deutschen Arbeitnehmer haben die im Urlaub frisch aufgetankten Kräfte nach ein bis zwei Wochen zurück im Job bereits wieder aufgebraucht.

Interessant: Bei jungen Arbeitnehmern verpufft der Erholungseffekt am schnellsten. Hinzu kommt, dass viele Beschäftigte im Urlaub oft gar keinen richtigen Abstand mehr zu ihrem privaten und beruflichen Alltagsleben bekommen. Ergebnisse dazu liefert eine aktuelle Studie der mhplus Krankenkasse unter 1.008 Arbeitnehmern.

Arbeitsstress nach einer Woche

Arbeitnehmer unter 35 Jahren sind demnach am schnellsten wieder urlaubsreif. Von ihnen sagen 83 %, dass der Arbeitsstress sie nach dem Urlaub nach ein bis zwei Wochen wieder eingeholt hat. Zudem räumt in dieser Altersgruppe fast jeder Zweite ein, durch Smartphone oder Tablet sowie WLAN in fast allen Hotels oder Ferienwohnungen im wahrsten Sinne des Wortes gar nicht mehr richtig abschalten zu können.

„Wenn man die Ergebnisse der verschiedenen Altersgruppen vergleicht, zeichnet sich ein deutlicher Trend ab“, sagt Mariana Zimmermann, Expertin für Gesundheitsförderung bei der mhplus Krankenkasse. „Urlaub bedeutet inzwischen, zwar körperlich nach wie vor an einen anderen Ort zu reisen, die beruflichen und privaten Themen aber immer im elektronischen Handgepäck dabei zu haben. Eine intensive und vor allem nachhaltige Erholung wird dadurch immer schwieriger.“

Smartphone und Tablet holen den Alltag in den Urlaub

Zusätzlich erschwert wird die Erholung dadurch, dass viele Arbeitnehmer den von ihrem Job gewohnten Takt auch in den Urlaub mitnehmen. So sind 65 % der Befragten davon überzeugt, dass eine Urlaubsreise schon vorher gut durchgeplant sein sollte, um am Urlaubsort möglichst viel sehen und erleben zu können. Bei den Jüngeren haben sogar 73 % den Anspruch an den „perfekten“ Urlaub. „In jedem Urlaub sollte es aber auch genügend Freiraum dafür geben, die Seele baumeln oder sich spontan treiben zu lassen“, rät Zimmermann.

Nur 40 % sind gut erholt nach dem Urlaub

Wie die Studie weiter zeigt, sind in den Unternehmen die Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub eigentlich gar nicht so schlecht. So können drei von vier Arbeitnehmern nach eigener Aussage im Normalfall entspannt in den Urlaub fahren, da es eine klar geregelte Urlaubsvertretung gibt und sich die Kollegen auch nur in absoluten Notfällen bei ihnen melden. Dennoch liest – zumindest unregelmäßig – jeder dritte Arbeitnehmer (bei den Jüngeren sogar knapp jeder Zweite) auch im Urlaub seine beruflichen E-Mails. „Wie unsere Studie zeigt, sagen insgesamt nur 40 % der Arbeitnehmer, die dieses Jahr im Sommerurlaub waren, dass sie sich dort richtig gut erholt hätten.“, so Zimmermann. „Für den Sommerurlaub 2020 gibt es also noch reichlich Luft nach oben.“

(mhplus Krankenkasse, PM vom 03.09.2019 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

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