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11.08.2026

Arbeitsrecht, Meldung

Stellenabbau und KI: Industriebeschäftigte zunehmend belastet

Der Strukturwandel in Deutschlands Schlüsselindustrien ist längst bei den Beschäftigten angekommen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Arbeitsverdichtung, Kosteneinsparungen und Stellenabbau den Druck deutlich erhöhen. Zugleich wächst besonders bei jüngeren Arbeitnehmern die Sorge vor den Folgen der KI.

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Deutschlands Industrie steckt mitten im Umbau und die Beschäftigten bekommen die Folgen zunehmend zu spüren. Das zeigt eine YouGov-Studie im Auftrag von Swiss Life Deutschland, der Industriegewerkschaft IGBCE und der Branchenlösung ChemieRente. Befragt wurden vom 11.06.2026 bis 29.06.2026 insgesamt 1.153 Beschäftigte aus verschiedenen Industriebranchen.

Mehrheit erwartet steigende Belastung

54% der Befragten rechnen damit, dass die Anforderungen an ihre persönliche Flexibilität und Belastbarkeit künftig steigen. Weitere 33% erwarten zumindest teilweise mehr Druck. Als größte Sorgen nennen die Beschäftigten hohe Energie- und Rohstoffkosten (49%), eine mögliche Abwanderung der Industrie (32%) sowie Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren (30%).

Schon heute spüren viele die Transformation deutlich. 44% berichten von einer gestiegenen psychischen oder körperlichen Belastung, weitere 29% zumindest teilweise. Hauptursachen sind zusätzliche Arbeit infolge von Spar- und Effizienzprogrammen (49%), Personalabbau oder unbesetzte Stellen (48%) sowie häufige Umstrukturierungen (40%). Besonders betroffen sind Beschäftigte in der Produktion. Dort berichten 59% von Mehrbelastungen gegenüber 37% in Verwaltung, Außendienst, Entwicklung oder Labor.

Gen Z fürchtet Konkurrenz durch KI

Deutliche Unterschiede zeigt die Studie auch zwischen den Generationen. Insgesamt fürchten 25%, innerhalb der kommenden zehn Jahre durch KI-Automatisierung ersetzt zu werden. Bei den unter 30-Jährigen liegt der Anteil bei 37%, bei der Gen X bei lediglich 17%. Zudem berichten 59% der Gen Z von einer höheren psychischen oder körperlichen Belastung durch den Wandel.

Große Lücken bei der Absicherung

Mit wachsender Unsicherheit steigt auch das Sicherheitsbedürfnis: 72% halten Vorsorge und die Absicherung der eigenen Arbeitskraft für wichtig. Gleichzeitig fühlen sich 56% nur teilweise oder unzureichend über entsprechende Möglichkeiten informiert. Lediglich 54% verfügen laut Studie über eine Absicherung ihrer Arbeitskraft.


Swisslife vom 03.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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