• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Rückwirkende Rechnungsberichtigungen in der Praxis

06.02.2017

Meldung, Steuerrecht

Rückwirkende Rechnungsberichtigungen in der Praxis

Beitrag mit Bild

Die Möglichkeit einer rückwirkenden Rechnungsberichtigung war nach den bisherigen Urteilen des EuGH in Deutschland überwiegend abgelehnt worden- dies hat sich nun geändert.

Der Vorsteuerabzug setzt sowohl nach nationalem Recht als auch nach EU-Recht eine ordnungsgemäße Rechnung voraus. Fehlende oder fehlerhafte Rechnungsangaben können berichtigt werden – doch gilt dies dann auch für die Vergangenheit?

Wegen der nationalen Verzinsung von Steuernachzahlungen nach § 233a AO war lange strittig, ob eine Rechnungsberichtigung mit Wirkung für die Vergangenheit vorgenommen werden kann. Der EuGH hat dies mit Urteil vom 15.09.2016 im Grundsatz für zulässig erklärt, wobei er sich zumindest teilweise über nationale wie gemeinschaftsrechtliche Rechtsnormen hinwegsetzt.

BFH konkretisiert Berichtigungsmöglichkeiten

Bis zu welchem Zeitpunkt die Rechnungskorrektur im Rahmen einer Rechnungsergänzung vorgenommen werden muss, hat der EuGH nicht entschieden. Der BFH sieht in seinem Urteil vom 20.10.2016 (Az. V R 26/15) die Berichtigungsmöglichkeit bis zur letzten mündlichen Verhandlung vor dem FG.

Bedeutung für die Praxis

Welche Praxisfolgen die jüngste Entwicklung der Rechtsprechung zur Rechnungsberichtigung hat und weitere Fragen im Zusammenhang mit der rückwirkenden Rechnungsberichtigung beantwortet Prof. Dipl.-Kfm. Rolf-Rüdiger Radeisen in seinem Fachbeitrag „Rückwirkende Rechnungsberichtigungen nach Gemeinschaftsrecht“ in DER BETRIEB vom 03.02.2017, Heft 05, Seite 212 – 215. Sie finden den Beitrag auch online unter DB1223773.


Weitere Meldungen


Steuerboard

Philipp Weiten / Jan-Philipp Jansen


23.02.2026

Behaltensfristen im ErbStG: Schädliche Unternehmensveräußerung durch Signing oder Closing des Anteilskaufvertrages?

Die Verschonung von Betriebsvermögen nach §§ 13a, 13b, 13c und § 28a ErbStG steht – je nach Art der Verschonung – unter dem Vorbehalt der Einhaltung von fünf- bzw. siebenjährigen Behaltensfristen.

weiterlesen
Behaltensfristen im ErbStG: Schädliche Unternehmensveräußerung durch Signing oder Closing des Anteilskaufvertrages?

Meldung

©Zerbor/fotolia.com


23.02.2026

Gericht untersagt falsche Zinsberechnung in Vergleichsangebot

Banken dürfen bei der Neuberechnung von Zinsen keine unzutreffenden Parameter zugrunde legen oder rechnerisch falsche Ansprüche konstruieren.

weiterlesen
Gericht untersagt falsche Zinsberechnung in Vergleichsangebot

Meldung

©VRD/fotolia.com


23.02.2026

Klarstellung zu IAS 28: Wer darf zum Fair Value bilanzieren?

Mit der Änderung reagiert das IASB auf bestehende Unsicherheiten und uneinheitliche Praxis bei der Anwendung der Fair-Value-Option nach IAS 28.

weiterlesen
Klarstellung zu IAS 28: Wer darf zum Fair Value bilanzieren?
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)