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14.11.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Rezessionsrisiko gesunken – doch was kommt mit Trump?

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Das Rezessionsrisiko ist deutlich gesunken – aber kommt demnächst der „Trump-Effekt“?

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, ist bis Anfang November erneut gesunken. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Der Republikaner Donald Trump wird als nächster US-Präsident ins Weiße Haus einziehen. Für Deutschland ist unter anderem von Bedeutung, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU künftig gestalten. Im Jahr 2015 waren die Vereinigten Staaten Deutschlands wichtigster Handelspartner: Zwischen den beiden Staaten wurden insgesamt Waren im Wert von 174 Milliarden Euro gehandelt. Insgesamt exportierte Deutschland 2015 Waren im Wert von 113,7 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten.

Rückgang von 10,1 auf 7 Prozent

Für den Zeitraum von November bis Ende Januar 2017 weist der IMK-Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 7 Prozent aus, nach 10,1 Prozent im Vormonat. Das nach dem Ampelsystem arbeitende Frühwarninstrument ordnet die Situation für die kommenden Monate stabil in den „grünen Bereich“ (keine Rezessionsgefahr bei Werten unter 30 Prozent) ein.

US-Wahl: Finanzmärkte reagierten gefasst

Positiv habe sich vor allem die weitere Aufhellung der Stimmungsindikatoren ausgewirkt, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. Außerdem sind die Auslandsaufträge für das Verarbeitende Gewerbe in der Tendenz weiter gestiegen. Damit hat sich die Aufwärtsentwicklung der vergangenen Monate fortgesetzt. Da der Daten-Stichtag für den aktuellen Indikatorwert vor der US-Wahl lag, sind deren kurzfristige Effekte noch nicht erfasst. „Die Reaktionen auf den Finanzmärkten waren aber erstaunlich moderat, sie hätten sich wohl in dem Ergebnis nicht stark niedergeschlagen“, schätzt Hohlfeld.

Wachstumsprognose 2017: 1,3 Prozent

Die neuen Indikatorwerte stützen die aktuelle Herbstprognose des IMK. Danach setzt sich der moderate Aufschwung in Deutschland weiter fort. Die Düsseldorfer Konjunkturforscher erwarten für dieses Jahr ein Wachstum von 1,9 Prozent und für 2017 von 1,3 Prozent, im Kern getragen von der starken Entwicklung beim privaten Konsum.

USA als Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung

Allerdings sehen die Ökonomen die weitere Entwicklung in den USA als große Unbekannte: „Sollte Donald Trump tatsächlich die protektionistischen Maßnahmen ergreifen, die er im Wahlkampf angekündigt hat, werden die USA zum Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung“, so IMK-Experte Hohlfeld.

(Hans-Böckler-Stiftung, PM vom 14.11.2016 / Viola C. Didier)


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