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09.09.2026

Arbeitsrecht, Meldung

PwC-Vergütungsstudie: Entgelttransparenz erhöht den Handlungsdruck

Der Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte verschärft sich, zugleich steigen die Anforderungen an transparente und nachvollziehbare Vergütungssysteme. Eine aktuelle PwC-Studie zeigt, dass öffentliche Unternehmen insbesondere bei variabler Vergütung, Entgelttransparenz und Gender Pay Gap noch erheblichen Handlungsbedarf haben.

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Vergütung entwickelt sich von einer reinen Personal- und Kostenfrage zu einem zentralen Instrument der Unternehmenssteuerung. Neben der Höhe der Bezüge gewinnen nachvollziehbare Strukturen, langfristige Anreize, ESG-Kriterien und Entgelttransparenz an Bedeutung. Die Höhe der Vergütung hängt allerdings stark von Unternehmensgröße und Funktion ab. In großen Unternehmen liegt die mediane Ziel-Direktvergütung für Vorsitzende bei 350.000 €, für alleinige Geschäftsführende bei 274.000 € und für Mitglieder der Geschäftsführung bei rund 182.000 €.

Zwischen den Sektoren zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Das höchste mediane Jahresgrundgehalt erhalten Geschäftsführungen in der Verkehrswirtschaft mit 162.000 €.

Variable Vergütung verliert an Gewicht

Der Anteil der Jahresgrundvergütung an der Ziel-Direktvergütung stieg von 88% im Jahr 2024 auf 89%. Gleichzeitig ging die Verbreitung einjähriger variabler Vergütung zurück. Bei großen Unternehmen sank sie von 74% auf 62%. Mehrjährige Long-Term Incentives bleiben mit 5% selten.

ESG-Kriterien gewinnen dagegen an Bedeutung. 11% der Unternehmen berücksichtigen bereits Umwelt-, Sozial- oder Governance-Ziele in ihren Vergütungssystemen.

Altersversorgung als Wettbewerbsfaktor

Auch die betriebliche Altersversorgung bietet Differenzierungspotenzial. In großen öffentlichen Unternehmen haben 83% der Geschäftsführenden Anspruch darauf, in kleinen Unternehmen nur 45%. Häufigste Lösung ist mit 34% die Direktversicherung.

Nachholbedarf bei Entgelttransparenz

Der Fachkräftemangel verschärft den Handlungsdruck: 70% der Unternehmen berichten bereits von spürbaren Auswirkungen. Gleichzeitig wartet mehr als die Hälfte bei der EU-Entgelttransparenzrichtlinie noch auf die nationale Umsetzung. Nur 7% ermitteln bislang ihren Gender Pay Gap. Damit werden marktgerechte Vergütung, Governance und Entgelttransparenz zunehmend zu einer gemeinsamen Managementaufgabe.


PwC vom 08.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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