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31.03.2022

Arbeitsrecht, Meldung

New Work: Die Hälfte der Deutschen arbeitet im Homeoffice

Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und neue Formen der Zusammenarbeit: Die Modernisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt haben sich in der Pandemie weiter beschleunigt. Eines ist sicher: Corona treibt den Kulturwandel hin zu New Work.

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©Andriy Popov/123rf.com

Aktuell arbeitet die Hälfte aller Erwerbstätigen (50 %) in Deutschland vollständig oder teilweise im Homeoffice beziehungsweise mobil. Der Zuspruch für flexiblere Arbeitsformen ist groß. Die Mehrheit der Erwerbstätigen versammelt sich hinter Werten und Einstellungen, die mit „New Work“ verbunden werden: Die Arbeitszeit frei einteilen (95 %), individuelle Leistungs- und Lernziele selbst bestimmen (95 %) und allgemein einer sinnstiftenden Tätigkeit (91 %) nachgehen zu können, sind breit geteilte Wünsche an den Job.

Erwartungen an Arbeitgeber wandeln sich

Vom Arbeitgeber wird erwartet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen (91 %) und Gleichstellung und Diversität zu fördern (92 %). Vor die Wahl gestellt, möchten neun von zehn Erwerbstätigen (88 %) nach der Pandemie zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, acht von zehn (80 %) an einem festen Arbeitsplatz in einem Einzelbüro. Allgemein sollte mobiles Arbeiten in Deutschland nach Ansicht der großen Mehrheit (71 %) viel stärker genutzt werden. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.500 Erwerbstätigen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

New Work wird zunehmend als Chance gesehen

In der Pandemie hat sich die Sichtweise auf die Digitalisierung der Arbeitswelt weiter stark zum Positiven entwickelt. Mehr als acht von zehn Erwerbstätigen (84 %) sehen die Digitalisierung als Chance für ihre berufliche Situation. 2019 waren es erst 66 %. Nur noch jede und jeder Siebte (14 %) sieht dagegen in der Digitalisierung eine Gefahr für die eigene berufliche Situation, sehr viel weniger als vor der Pandemie (2019: 32 %).

Wer nicht mobil arbeiten darf, obwohl das von der Tätigkeit her möglich wäre, ist damit unzufrieden. Drei von zehn (30 %) möchten zumindest einen Tag pro Woche mobil arbeiten, zwei von zehn (22 %) mehrere Tage pro Woche und ein Zehntel (10 %) will ausschließlich mobil arbeiten und nicht mehr ins Büro. Das übrige Drittel (34 %) würde zumindest ab und zu mobil arbeiten wollen. Auch unter denjenigen, die einer Tätigkeit nachgehen, für die Präsenz erforderlich ist, wollen viele mehr Flexibilität. Vier von zehn (44 %) würden mobil arbeiten, wenn der Job es zuließe. Dem stehen drei von zehn (29 %) gegenüber, die das nicht möchten.

Geht es nach den Erwerbstätigen, wird es in der Zeit nach der Pandemie eine Mischung aus mobiler und Präsenzarbeit geben. In Zukunft möchten neun von zehn (88 %) mindestens teilweise im Homeoffice arbeiten.


Bitkom vom 31.03.2022 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro

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