26.11.2015

Meldung, Steuerrecht

Neue Regeln bei der Körperschaftsteuer?

Beitrag mit Bild

Eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) soll „so schnell wie möglich“ eingeführt werden.

Das EU-Parlament hat gestern seine Empfehlungen zur Bekämpfung aggressiver Körperschaftsteuerplanung und Steuerhinterziehung verabschiedet. Die Abgeordneten fordern eine länderbezogene Berichterstattung für grenzüberschreitend tätige Unternehmen und die Einführung einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage.

Multinationale Unternehmen sollen ihre Steuern am Ort der Wertschöpfung zahlen. Die Empfehlungen des EU-Parlaments heben hervor, dass der heutzutage übliche Körperschaftsteuerwettbewerb, der aggressive Steuerplanung und Steuerhinterziehung mit sich bringt, schädlich sei. Neben dem Verlust an öffentlichen Einnahmen sei es schlicht unfair, dass große Unternehmen kaum Steuern auf ihre Gewinne entrichten, während KMUs und Bürger die vollen Beträge zahlen müssen.

Länderbezogene Berichterstattung

Das Parlament empfiehlt die Einführung einer verbindlichen länderspezifischen Berichterstattung für multinationale Unternehmen bezüglich ihrer Finanzdaten, Gewinne, entrichteten Steuern und erhaltenen Subventionen. Weiterhin befürwortet es deutliche Definitionen von „wirtschaftlicher Substanz“ und anderer die Steuerschuld bestimmender Elemente.

Gemeinsame Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage

Laut der Abgeordneten wird zudem ein gemeinsamer Ansatz darüber benötigt, was bei Steuervorbescheiden und Verrechnungspreisgestaltung erlaubt ist und was nicht. Der beste Weg, dies zu erreichen und Steuervergünstigungen, Unstimmigkeiten zwischen den nationalen Steuersystemen und die meisten Probleme, die zu einer Aushöhlung der Steuerbemessungsgrundlage auf europäischer Ebene führen, abzuschaffen, sei durch eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB), die so schnell wie möglich eingeführt werden sollte, so das Parlament.

(EU-Parlament, PM vom 25.11.2015/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

© Bernd Leitner / fotolia.com


15.06.2026

Keine volle Grunderwerbsteuerbefreiung bei geerbten Gesellschaftsanteilen

Nicht jede Erbauseinandersetzung führt automatisch zu einer vollständigen Befreiung von der Grunderwerbsteuer, zeigt das Urteil des FG Münster.

weiterlesen
Keine volle Grunderwerbsteuerbefreiung bei geerbten Gesellschaftsanteilen

Meldung

sdecoret/123rf.com


15.06.2026

AI Act: Bundestag beschließt Durchführungsgesetz und legt Aufsicht fest

Deutschland bekommt durch den Bundestagsbeschluss den lange erwarteten Rechtsrahmen für die Umsetzung des europäischen AI Act.

weiterlesen
AI Act: Bundestag beschließt Durchführungsgesetz und legt Aufsicht fest

Meldung

©Dan Race/fotolia.com


12.06.2026

BGH: Schufa-Kosten bleiben beim Gläubiger

Schufa-Kosten vor Klageerhebung sind grundsätzlich kein ersatzfähiger Verzugsschaden des Gläubigers, entschied der BGH.

weiterlesen
BGH: Schufa-Kosten bleiben beim Gläubiger
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht