20.02.2017

Arbeitsrecht, Meldung

Monatliche Mindestlöhne im Europa-Vergleich

Beitrag mit Bild

Die monatlichen Mindestlöhne liegen im Osten unter 500 Euro und deutlich über 1000 Euro im Nordwesten der EU.

Am 1. Januar 2017 gab es in 22 der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) nationale Mindestlöhne. Nur in Dänemark, Italien, Zypern, Österreich, Finnland und Schweden gibt es keine derartige Regelung.

Die 22 EU-Mitgliedstaaten mit nationalem Mindestlohn lassen sich, basierend auf dessen Höhe in Euro, in drei Hauptgruppen unterteilen.

Europa in drei Gruppen

  1. Im Januar 2017 hatten zehn im Osten der EU gelegene Mitgliedstaaten Mindestlöhne von unter 500 Euro pro Monat: Bulgarien (235 Euro), Rumänien (275 Euro), Lettland und Litauen (je 380 Euro), die Tschechische Republik (407 Euro), Ungarn (412 Euro), Kroatien (433 Euro), die Slowakei (435 Euro), Polen (453 Euro) und Estland (470 Euro).
  2. In fünf im Süden gelegenen Mitgliedstaaten lagen die Mindestlöhne zwischen 500 und 1 000 Euro monatlich: in Portugal (650 Euro), Griechenland (684 Euro), Malta (736 Euro), Slowenien (805 Euro) und Spanien (826 Euro).
  3. In den übrigen sieben Mitgliedstaaten, die sich alle im Westen und Norden der EU befinden, lagen die Mindestlöhne deutlich über 1 000 Euro pro Monat: im Vereinigten Königreich (1 397 Euro), in Frankreich (1 480 Euro), Deutschland (1 498 Euro), Belgien (1 532 Euro), den Niederlanden (1 552 Euro), Irland (1 563 Euro) und Luxemburg (1 999 Euro).

Im Vergleich dazu lag der auf Bundesebene geltende Mindestlohn in den Vereinigten Staaten im Januar 2017 bei 1 192 Euro pro Monat.

Preisniveauunterschiede erheblich

Die Unterschiede zwischen den Mindestlöhnen in den Mitgliedstaaten der EU sind jedoch erheblich geringer, wenn Preisniveauunterschiede beseitigt werden: Die Mindestlöhne in den Mitgliedstaaten mit relativ niedrigeren Preisniveaus werden vergleichsweise höher, wenn sie in Kaufkraftstandards (KKS) ausgedrückt werden. Umgekehrt werden die Mindestlöhne in den Mitgliedstaaten mit höheren Preisen dann relativ gesehen niedriger.  Der Abstand zwischen den Mindestlohnsätzen verringert sich dabei auf ein Verhältnis von etwa 1:3.

(Eurostat, PM vom 10.02.2017 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©M.Schuppich/fotolia.com


05.11.2026

BFH verschärft Regeln für den Abzug von Prozesskosten

Wer eine Erbschaft oder Schenkung annimmt, kann spätere Prozesskosten regelmäßig nicht steuerlich als außergewöhnliche Belastungen absetzen.

weiterlesen
BFH verschärft Regeln für den Abzug von Prozesskosten

Meldung

©Gehkah/fotolia.com


05.11.2026

Erbschaftsteuer: Teilzeitkräfte zählen voll mit

Bei der Erbschaftsteuer zählen auch angestellte Geschäftsführer und Teilzeitkräfte grundsätzlich als volle Beschäftigte mit.

weiterlesen
Erbschaftsteuer: Teilzeitkräfte zählen voll mit

Sponsored News

juris


05.11.2026

Datensichere KI für die Steuerberatung: Effizienzvorteile nutzen, Mandantendaten schützen

Künstliche Intelligenz eröffnet Steuerkanzleien neue Möglichkeiten, komplexe Sachverhalte schneller zu analysieren, Recherchen zu beschleunigen und Schriftsätze effizient zu erstellen. Gleichzeitig stellt sich eine zentrale Frage: Wie lassen sich die Vorteile generativer KI nutzen, ohne sensible Mandanten- und Falldaten zu gefährden? Antwort darauf gibt die juris KI-Suite.

weiterlesen
Datensichere KI für die Steuerberatung: Effizienzvorteile nutzen, Mandantendaten schützen
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht