• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Mehr Sicherheit beim Kauf von Versicherungsprodukten

19.01.2017

Meldung, Wirtschaftsrecht

Mehr Sicherheit beim Kauf von Versicherungsprodukten

Beitrag mit Bild

Verbraucher sollen bei der Suche und dem Abschluss geeigneter Versicherungsverträge gestärkt werden.

Das Kabinett hat den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) beschlossen. Der Gesetzentwurf setzt die IDD durch Änderungen der Gewerbeordnung, des Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Versicherungsvertragsgesetzes um.

„Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt wie groß der Schaden sein kann, der beim Vertrieb von Versicherungen durch schlechte Beratung entsteht“, erklärte Matthias Machnig, Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Der am 18.01.2017 verabschiedete Gesetzentwurf sei nun ein wichtiger Schritt, um dies künftig zu unterbinden.

Erweiterung der Voraussetzungen zur Vermittlererlaubnis

Schon bisher benötigten Vermittler von Versicherungsprodukten eine Erlaubnis. Voraussetzungen hierfür seien u.a. Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse und der Nachweis der notwendigen Sachkunde. Künftig werde nun zusätzlich der Direktvertrieb durch Versicherungsunternehmen einbezogen. Außerdem werde es eine Weiterbildungsverpflichtung für die Vermittler geben genau wie erweiterte Informations- und Dokumentationspflichten.

Trennung zwischen Provisionsvermittlung und Honorarberatung

Mit dem Gesetz werde es künftig eine ganz klare Trennung zwischen Provisionsvermittlung und Honorarberatung geben. Honorarberater könnten nun Verbrauchern geeignete Versicherungen vermitteln, ohne ihre Unabhängigkeit zu gefährden. Versicherungsunternehmen sollen verpflichtet werden, im Versicherungstarif enthaltene Provisionsanteile dem Versicherungskonto der Kunden gutzuschreiben. Dies sei ein klarer Vorteil für Kunden von Honorarberatern. Damit sei die Honorarberatung deutlich gestärkt worden. Versicherungsvermittlern, die für die Vermittlung Provisionen erhalten, werde es zukünftig untersagt, zusätzliche Honorare von Kunden zu verlangen.

Die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) muss bis zum 23.02.2018 in nationales Recht umgesetzt werden.

(BMJV, PM vom 18.01.2017 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©marog-pixcells/fotolia.com


20.06.2024

BFH zum datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruch

Der BFH hat klargestellt, dass ein Steuerpflichtiger vom Finanzamt grundsätzlich Auskunft über die ihn betreffenden personenbezogenen Daten verlangen kann.

weiterlesen
BFH zum datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruch

Meldung

©20foto12/123rf.com


20.06.2024

BAG zum Urlaubsanspruch bei Freistellung

Wurde ein Arbeitnehmer mangels Impfung trotz Impfpflicht von der Arbeit freigestellt, sind diese Zeiten bei der Berechnung des Jahresurlaubs zu berücksichtigen.

weiterlesen
BAG zum Urlaubsanspruch bei Freistellung

Meldung

Stockfoto/123rf.com


19.06.2024

Metaverse: Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft

Ein neues IDW-Papier zum Metaverse geht auf Herausforderungen für Rechnungslegung, Prüfung und Bewertung von virtuellen Grundstücken, Marken und Gütern ein.

weiterlesen
Metaverse: Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank