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30.12.2022

Mehr Lohn, Personalausweitung und Feedbackgespräche – so wird 2023

Im vierten Quartal 2022 behandelte die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung die Lohnentwicklung im Jahr 2023 und die Inflationsausgleichsprämie. Themen waren außerdem Personalentwicklung sowie die Feedbackkultur in Unternehmen.

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In dem durch die Umfrage abgedeckten Beschäftigtenkreis werden die Löhne im Jahr 2023 überwiegend steigen. 81 % der Befragten gehen davon aus, dass insgesamt die Löhne um durchschnittlich 5,5 % steigen werden. 19 % erwarten gleichbleibende Löhne, sinkende Löhne erwartet kaum ein Unternehmen.

Kräftige Lohnsteigerung im Jahr 2023 erwartet

Im Handel wird der Lohnanstieg mit durchschnittlich 5,9 % voraussichtlich am höchsten ausfallen, gefolgt vom Dienstleistungssektor mit 5,6 %. Dagegen erwarten Industriebetriebe Lohnsteigerungen um durchschnittlich 5,0 %. Während in Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten 70 % der Befragten von wachsenden Löhnen ausgehen, sind es in größeren Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden schon neun von zehn bzw. ab 500 Mitarbeitenden fast jedes Unternehmen. Die durchschnittlich erwarteten Lohnsteigerungen liegen bei kleineren Unternehmen mit 6,3 % etwas höher als bei größeren und Großunternehmen (5,4 % bzw. 4,8 %).

Einige Beschäftigte dürfen sich auch über die Auszahlung der steuerfreien Inflationsausgleichsprämie freuen: 42 % der befragten Unternehmen planen die Auszahlung, bei 44 % steht die Entscheidung noch aus. Lediglich 14 % schließen diese Zahlung bereits aus.

Personalausweitung bei gut einem Drittel der Unternehmen

In knapp der Hälfte der Unternehmen soll der Personalbestand den Angaben der befragten Personalverantwortlichen zufolge im ersten Halbjahr 2023 konstant bleiben. Bei den restlichen Antworten überwiegt die Steigerung des Personalbestandes (31 %). Eine starke Aufstockung ihres Personals streben immerhin 5 % der Befragten an. Eine Reduktion erwarten 16 % der Teilnehmenden, von stärkeren Rückgängen ist hingegen kaum die Rede (2 %). Ein Blick auf die Unternehmensgröße zeigt, dass vor allem Großunternehmen ab 500 Mitarbeitenden eine Ausweitung des Personalbestands im ersten Halbjahr 2023 planen.

Jährliche Feedbackgespräche an der Tagesordnung

Gut die Hälfte der befragten Unternehmen führt jährliche Feedbackgespräche mit den Mitarbeitenden. Im Handel finden Feedbackgespräche in einem regelmäßigeren Rhythmus statt: Jeweils knapp jedes fünfte Unternehmen führt diese halb- oder sogar vierteljährlich durch und ein gutes Drittel jährlich. Nach Größenklassen betrachtet haben Mitarbeitende vor allem in kleineren Betrieben mit bis zu 49 Mitarbeitenden häufiger die Möglichkeit, sich Feedback einzuholen als in größeren Betrieben.

Neben der Häufigkeit von Feedbackgesprächen spielt auch deren Inhalt eine große Rolle. Dabei befassen sich 85 % der befragten Unternehmen in Feedbackgesprächen überwiegend mit der Zufriedenheit und der Motivation. Im Größenklassenvergleich zeigen sich hinsichtlich des Inhalts der Feedbackgespräche deutliche Unterschiede: So sind die Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Großunternehmen (ab 500 Mitarbeitenden) fast immer Bestandteil der Gespräche (95 %). Auch Zielvereinbarungen werden in größeren Unternehmen (ab 250 Mitarbeitenden) thematisiert im Gegensatz zu kleineren Betrieben.

Feedback zahlt sich aus

In Zeiten eines sich stetig verschärfenden Fachkräftemangels wächst die Bedeutung einer zufriedenen Belegschaft. Eine entsprechende Zufriedenheitsabfrage der Mitarbeitenden erfolgt in zwei von drei Betrieben. Die Informationen aus dem gewonnenen Feedback helfen in nahezu jedem Unternehmen der Verbesserung des Unternehmensklimas. Für zwei von drei Unternehmen dient die Rückmeldung der Optimierung von Prozessen.


Ifo Institut vom 23.12.2022 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro

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