03.04.2017

Meldung, Wirtschaftsrecht

Maßnahmen gegen Immobilienkrise

Beitrag mit Bild

©Show-Shot-Foto/fotolia.com

Der Finanzausschuss im Bundestag hat ein Maßnahmenbündel beschlossen, um Gefahren für die Finanzmarktstabilität im Immobilienbereich abwehren zu können.

Der Ausschuss stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Ergänzung des Finanzdienstleistungsaufsichtsrechts im Bereich der Maßnahmen bei Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems und zur Änderung der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (18/10935, 18/11420) zu.

Mehr Befugnisse für die BaFin

Mit dem Finanzaufsichtsrechtergänzungsgesetz soll die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) neue Befugnisse erhalten, um künftig gezielt mögliche Gefahren für die Finanzmarktstabilität in Folge einer Immobilienblase abwehren zu können. Dazu gehört unter anderem die Festlegung bestimmter Mindeststandards für die Vergabe von Neukrediten. Die Bundesregierung betont in der Begründung, dass die neuen BaFin-Instrumente „rein vorsorglich“ geschaffen werden, „um für den Gefahrenfall das geeignete Instrumentarium für ein schnelles und zielgerichtetes Handeln der Aufsicht zur Verfügung zu stellen“.

Änderung wichtiger Punkte

Mit insgesamt fünf Anträgen änderten die Koalitionsfraktionen den Entwurf aber in wichtigen Punkten ab. So wurden von ursprünglich vier geplanten Instrumenten zur Vorbeugung gegen eine Immobilienpreisblase zwei realisiert. So wird es eine Obergrenze für die Darlehenshöhe bezogen auf den Immobilienwert geben und eine Vorgabe für den Zeitraum, wann ein Immobiliendarlehen getilgt werden muss. Ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion ergänzte in der Sitzung, besonders sichere Kredite würden aus dem Anwendungsbereich herausgenommen. Insgesamt seien die beschlossenen Maßnahmen zielgenau und maßvoll. Bei Bedarf würden sie scharf geschaltet. Außerdem habe man Änderungen an der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vorgenommen, um Hürden für die Kreditvergabe an junge Familien und an Senioren zu beseitigen.

(Dt. Bundestag, hib vom 29.03.2017/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©mstaniewski/fotolia.com


30.10.2026

BFH: Erste Tätigkeitsstätte kann auch das Cockpit sein

Nicht nur feste Gebäude, sondern auch ein am Flughafen geparktes Flugzeug kann steuerlich zur ersten Tätigkeitsstätte eines Piloten gehören.

weiterlesen
BFH: Erste Tätigkeitsstätte kann auch das Cockpit sein

Meldung

©sdecoret/fotolia.com


30.10.2026

Das Designrecht bekommt ein Update

Künftig soll das Designrecht auch digitale Produkte und virtuelle Gestaltungen umfassen, außerdem sollen Verfahren vereinfacht werden.

weiterlesen
Das Designrecht bekommt ein Update

Meldung

©Sashkin/fotolia.com


29.10.2026

Verjährung trotz Steuerfahndung?

Eine Steuerfahndung hemmt die Verjährung nur, wenn Betroffene erkennen können, welche konkreten Sachverhalte untersucht werden.

weiterlesen
Verjährung trotz Steuerfahndung?
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht