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02.01.2026

Meldung, Wirtschaftsrecht

Kunststoffstrategie 2026: EU macht Ernst mit der Kreislaufwirtschaft

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket treibt die EU-Kommission den Wandel zu einer echten Kreislaufwirtschaft mit besonderem Fokus auf den Kunststoffsektor voran. Ziel ist es, Recycling zu vereinfachen, Investitionen zu fördern und den europäischen Binnenmarkt für Sekundärrohstoffe zu stärken.

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Elnur/123rf.com

Die EU-Kommission hat Ende Dezember 2025 eine erste Reihe von Pilotmaßnahmen zur Beschleunigung des Übergangs Europas zu einer Kreislaufwirtschaft mit besonderem Schwerpunkt auf dem Kunststoffsektor vorgestellt. Durch die Optimierung des Recyclings von Kunststoffen werden diese Maßnahmen das Potenzial des Binnenmarkts weiter erschließen und die wirtschaftliche Sicherheit, die strategische Autonomie, die Wettbewerbsfähigkeit und die ökologische Nachhaltigkeit der EU verbessern. Dies steht im Einklang mit der Analyse des Draghi-Berichts, in dem Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz als wichtige Hebel zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit Europas hervorgehoben werden.

Förderung der Kreislaufwirtschaft

Um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen, verfolgt die Kommission einen zweistufigen Ansatz. In einem ersten Schritt umfasst dieses Paket von Pilotmaßnahmen angesichts des akuten Drucks auf bestimmte Sektoren eine Reihe konkreter kurzfristiger Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, insbesondere im Kunststoffsektor, und zur Förderung von Investitionen und Innovationen im weiteren Sinne. Zweitens wird die Kommission 2026 einen Rechtsakt über die Kreislaufwirtschaft mit weiteren horizontalen Maßnahmen vorschlagen, mit denen das Funktionieren des Binnenmarkts für Sekundärrohstoffe verbessert wird.

Chance für die Kunststoffbranche?

Die Kreislaufwirtschaft stellt laut EU eine große Chance für die Kunststoffbranche dar. Erkenntnisse der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission zeigen, dass kreislauforientierte Lösungen die klimabedingten Emissionen des Sektors um 45% senken, den Energieverbrauch dekarbonisieren und die Handelsbilanz des Sektors bis 2050 um 18 Mrd. € pro Jahr verbessern können.

Der Kunststoffrecyclingsektor steht unter zunehmendem Druck: fragmentierte Märkte für recycelte Materialien, hohe Energiekosten, volatile Preise für neue Kunststoffe und unlauterer Wettbewerb aus Drittländern. Diese Herausforderungen haben bereits ihren Tribut gefordert, was zu einem geringeren Kapazitätsverbrauch und finanziellen Verlusten für EU-Recycler führt, was die Kreislaufziele der EU und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gefährdet.

Überwindung der Marktfragmentierung

Das Fehlen harmonisierter und vorhersehbarer EU-weiter Vorschriften für den freien Verkehr von recycelten Kunststoffen hat zu einem fragmentierten Markt geführt. Die vorgestellten Maßnahmen werden zu einem stärker integrierten Markt für Kunststoffe beitragen. Mehr dazu finden Sie hier.


EU-Kommission vom 23.12.2025 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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