10.04.2015

Betriebswirtschaft, Meldung

Konjunktur in der Eurozone kommt ins Rollen

Beitrag mit Bild

Der Betrieb

Nach zwei Jahren des Rückgangs ist das Wachstum im vergangenen Jahr vorsichtig in die Eurozone zurückgekehrt, das Bruttoinlandsprodukt legte um 0,9 Prozent zu. 2015 dürfte sich diese Entwicklung verstärken. KfW Research prognostiziert für das laufende Jahr ein Plus von 1,3 Prozent.

„Die Konjunktur in der Eurozone kommt in Schwung. Endlich steht das Wachstum auch wieder auf einer breiteren Basis. Sowohl privater Konsum und Investitionen als auch der Außenhandel liefern positive Beiträge“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Der Außenhandel profitiert vom schwächeren Euro, die Unternehmensinvestitionen von der Stabilisierung des Bankensektors und die staatlichen Investitionen vom langsameren Tempo der Haushaltskonsolidierung sowie vom Juncker-Plan.

Positive Wirkung durch privaten Konsum

Die größte Stütze in der Eurozone dürfte aber auch 2015 der Konsum der Haushalte bleiben. Die sinkende Arbeitslosigkeit und die seit Anfang 2014 steigende Zahl der Erwerbstätigen sind gute Nachrichten für die Konjunktur. Es wird mehr produziert, gleichzeitig haben mehr Menschen ausreichend verfügbares Einkommen um mehr zu konsumieren. Auch auf die Staatsfinanzen wirkt sich das Wachstum der Erwerbstätigen positiv aus: Einnahmen aus Einkommensteuer und Beiträge für die Sozialversicherungen steigen, die sinkende Zahl der Arbeitslosen entlastet die Sozialversicherungen. Unter dem Strich bleibt für den Staat mehr Geld, das er für produktive Investitionen verwenden kann, ohne dass die Solidität des Haushalts gefährdet wäre. Auch diese Investitionen sorgen wieder für mehr Wachstum.

Prognose: Wachstum auf breiter Basis

„Ich sehe deutliche Anzeichen dafür, dass sich in der Eurozone ein positiver Konjunktur-Kreislauf in Gang setzt“, kommentiert Zeuner. „Natürlich kann dieser Kreislauf auch wieder ins Stocken geraten, wenn er ungünstig auf einen Bremsklotz trifft. Die unklare Situation in Griechenland ist ein solcher Klotz, die angespannte Lage in der Ukraine und die abgekühlten Beziehungen mit Russland sind weitere. In Sichtweite sind auch mögliche Turbulenzen in den Entwicklungs- und Schwellenländern wenn die amerikanische Notenbank anfängt, die Zinsen zu erhöhen. Mit etwas Glück hat die Eurozone aber bis dahin genügend Schwung aufgenommen, um nicht wieder zum Stillstand zu kommen.“

(KfW / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©kritchanut/fotolia.com


16.07.2026

DBA-Freistellung schützt nicht vor Hinzurechnung

Auch DBA-freigestellte Beteiligungserträge können eine pauschale Hinzurechnung fiktiver Betriebsausgaben in Deutschland auslösen.

weiterlesen
DBA-Freistellung schützt nicht vor Hinzurechnung

Meldung

©Jamrooferpix/fotolia.com


16.07.2026

Modernisierung für das Recht der Genossenschaften

Genossenschaften sollen schneller gegründet, digital organisiert und besser vor unseriösen Geschäftsmodellen geschützt werden.

weiterlesen
Modernisierung für das Recht der Genossenschaften

Steueboard

Marc Eberhardt


15.07.2026

BFH bestätigt Zinssatz von 5,5% bei der Bewertung lebenslänglicher Nutzungen und Leistungen nach § 14 BewG

Mit Urteil vom 14.01.2026 (II R 35/23) hat der BFH entschieden, dass der pauschale Zinssatz von 5,5% nach § 14 Abs. 1 Satz 3 BewG für die Berechnung des Kapitalwerts lebenslänglicher Nutzungen und Leistungen auch unter den Bedingungen der Niedrigzinsphase verfassungsgemäß ist.

weiterlesen
BFH bestätigt Zinssatz von 5,5% bei der Bewertung lebenslänglicher Nutzungen und Leistungen nach § 14 BewG
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht