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21.08.2018

Betriebswirtschaft, Meldung

KMU: Anteil der von Frauen geführten Unternehmen sinkt

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©Coloures-Pic/fotolia.com

Nur noch 16,4 % der deutschen KMU stehen unter weiblicher Führung. Die günstige Lage am Arbeitsmarkt ist ein Grund für den Rückgang – dennoch: Die deutsche Wirtschaft braucht gut ausgebildete Frauen.

Der Frauenanteil war zuletzt wiederholt auch unter den Gründern zurückgegangen. Nur 270.000 Frauen wagten im Jahr 2016 den Schritt in die Selbstständigkeit, ein Rückgang von 17 % gegenüber 2015. Vor allem bei Vollerwerbsgründungen sank ihre Beteiligung. Ein Grund für den Schwund dürfte die gute Lage am deutschen Arbeitsmarkt sein, von der insbesondere Frauen profitiert haben. Karriereentscheidungen fallen daher immer häufiger gegen die Selbstständigkeit aus. Mit Verzögerung bremst das den Anstieg der frauengeführten Mittelstandsunternehmen in den nächsten Jahren.

Größen- und Branchenstruktur frauengeführter Mittelständler

Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung frauengeführter Unternehmen im Mittelstand ist nach wie vor unterproportional, wie die Analyse von KfW Research weiter verdeutlicht. Eine Ursache dafür ist die Größen- und Branchenstruktur frauengeführter Mittelständler: über drei Viertel der kleinen und mittleren Firmen (KMU) unter weiblicher Leitung sind Dienstleistungsunternehmen mit weniger als fünf Angestellten.

Bedenkliche Entwicklung

„Die zuletzt rückläufigen Zahlen frauengeführter Mittelständler sind bedenklich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Dabei bräuchte die deutsche Wirtschaft die gut ausgebildeten Frauen immer dringender, gerade auch in den Führungsetagen von Unternehmen. Die schrumpfende Erwerbsbevölkerung, der zunehmende Fachkräftemangel sowie die bei vielen Mittelständlern in den kommenden Jahren anstehende Nachfolgersuche hinterlassen zukünftig nicht nur leere Chefsessel.“

(KfW, PM vom 21.08.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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