16.09.2016

Arbeitsrecht, Meldung

Klarstellung im Mindestlohngesetz gefordert

Beitrag mit Bild

Die geforderte gesetzliche Klarstellung im Mindestlohngesetz soll Manipulationen bei der Berechnung des Mindestlohns verhindern.

Brandenburg, Hamburg, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Bremen setzen sich mit einem Entschließungsantrag dafür ein, dass Arbeitgeber Sonderzahlungen, Zulagen und Prämien nicht auf den Mindestlohn anrechnen dürfen.

Der Mindestlohn soll nur das reine Grundentgelt pro Stunde enthalten. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Erschwernis-, Überstunden-, Nacht- und Wochenendzuschläge dürften ebenso wenig berücksichtigt werden wie Familienzuschläge, Vermögenswirksame Leistungen und sonstige Prämien, heißt es in der Entschließung des Bundesrates zur Änderung des Mindestlohngesetzes.

Rechtsklarheit für die Zukunft

Die fünf Länder wollen die Bundesregierung auffordern, das Mindestlohngesetz um eine entsprechende Klarstellung zu ergänzen. Damit sollen alle Betroffenen Rechtssicherheit erhalten. Die jüngste Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Anrechenbarkeit von Zuschlägen habe zu Verunsicherung geführt, so die Entschließung weiter. Es bestehe die Gefahr, dass Arbeitgeber den Zweck des Mindestlohns umgehen könnten. Die geforderte gesetzliche Klarstellung soll künftig Manipulationen bei der Berechnung des Mindestlohns verhindern.

(Bundesrat vom 14.09.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©Sashkin/fotolia.com


29.10.2026

Verjährung trotz Steuerfahndung?

Eine Steuerfahndung hemmt die Verjährung nur, wenn Betroffene erkennen können, welche konkreten Sachverhalte untersucht werden.

weiterlesen
Verjährung trotz Steuerfahndung?

Meldung

©WellnhoferDesigns/fotolia.com


29.10.2026

BFH stärkt Eigentümer bei teuren Bergschäden

Kosten zur Beseitigung von Bergschäden können sofort steuerlich absetzbar sein, wenn keine wesentliche Verbesserung erfolgt.

weiterlesen
BFH stärkt Eigentümer bei teuren Bergschäden

Meldung

©Cybrain/fotolia.com


28.10.2026

BGH legt Plattformhaftung dem EuGH vor

Der EuGH soll klären, wann soziale Netzwerke für rechtswidrige Beiträge haften und welche Lösch- und Prüfpflichten für sie gelten.

weiterlesen
BGH legt Plattformhaftung dem EuGH vor
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht