• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • KI hält Einzug in die Unternehmensberichterstattung

13.07.2026

Betriebswirtschaft, Meldung

KI hält Einzug in die Unternehmensberichterstattung

Der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Unternehmensberichterstattung nimmt zu. Unternehmen gehen dabei jedoch weiterhin vorsichtig und uneinheitlich vor, zeigt eine aktuelle Studie des britischen Financial Reporting Council (FRC).

Beitrag mit Bild

©peshkova/123rf.com

Künstliche Intelligenz wird in der Unternehmensberichterstattung zunehmend eingesetzt, allerdings deutlich vorsichtiger als in vielen anderen Geschäftsbereichen. Besonders generative KI gewinnt an Bedeutung. Sie wird zunehmend eingesetzt, um narrative Bestandteile von Geschäftsberichten zu erstellen oder zu überarbeiten. In Finanzabschlüssen selbst bleibt ihre Nutzung dagegen bislang begrenzt. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des britischen Financial Reporting Council (FRC).

GenAI gewinnt schnell an Bedeutung

Während klassische Technologien wie Tabellenkalkulation und Textverarbeitung bei 88% der Befragten etabliert sind, kommen ERP- und Hauptbuchsysteme auf 68% und Datenvisualisierungstools auf 66%. Bei KI-Anwendungen ist das Bild uneinheitlicher: Machine Learning nutzen 18%, Natural Language Processing 8%. Generative KI ist bereits weiter verbreitet. 39% der Organisationen setzen sie ein, 31% testen entsprechende Lösungen und 18% erwägen eine Einführung innerhalb eines Jahres.

Besonders häufig unterstützt GenAI bei der Datenaufbereitung, der Erkennung von Unstimmigkeiten, standardisierten Compliance-Aufgaben und im Projektmanagement. Investor-Relations-Teams analysieren damit zudem Bilanzkonferenzen, Investorenfragen und Wettbewerbermeldungen.

Mensch bleibt bei sensiblen Aussagen entscheidend

Zurückhaltender sind Unternehmen bei Managementkommentaren, Prognosen und der Interpretation der Geschäftsentwicklung. Zwar geben 61% der Befragten an, GenAI für Textentwürfe zu nutzen. In der Praxis beschränkt sich dies jedoch meist auf erste Fassungen, Beschreibungen von Grafiken oder formalisierte Inhalte. 57% verwenden die Technologie für redaktionelle Überarbeitungen. KI fungiert damit eher als digitaler Kollege denn als eigenständiger Autor. Hochwertige, meinungsgeprägte Aussagen bleiben überwiegend in menschlicher Verantwortung.

Risiken und Aufsicht bremsen die Einführung

Als größte Hürden gelten mögliche Fehler und Halluzinationen, unzureichende Datenqualität sowie mangelnde Transparenz. Hinzu kommen fehlende Kompetenzen und Unsicherheit darüber, welche KI-Nutzung bei externen Berichten zulässig ist.

Obwohl menschliche Kontrolle vielfach als unverzichtbar gilt, haben sie bislang nur 44% der Unternehmen verbindlich vorgeschrieben. Zudem nutzen 24% der GenAI-Anwender auch öffentliche KI-Dienste – mit zusätzlichen Cyber- und Datenschutzrisiken.

Fazit

KI steigert vor allem bei standardisierten Aufgaben die Effizienz. Für Vertrauen, Qualität und belastbare Aussagen bleiben klare Regeln, Kontrollen und menschliche Verantwortung entscheidend.


FRC vom 08.07.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

Weitere Meldungen


Meldung

©kebox/fotolia.com


02.10.2026

EuGH-Generalanwalt begrenzt Geschäftsführerhaftung bei Kartellbußen

Kartellbußgelder sollen nach Ansicht des Generalanwalts beim sanktionierten Unternehmen verbleiben und nicht weitergereicht werden.

weiterlesen
EuGH-Generalanwalt begrenzt Geschäftsführerhaftung bei Kartellbußen

Meldung

©Dan Race/fotolia.com


02.10.2026

Porsche und VW: Anleger scheitern vor dem BGH

Der BGH setzt einen Schlusspunkt unter das langjährige Kapitalanleger-Musterverfahren im Zusammenhang mit dem Beteiligungsaufbau von Porsche bei VW.

weiterlesen
Porsche und VW: Anleger scheitern vor dem BGH

Der Betrieb


01.10.2026

Ihre Mandanten zahlen zu viel Steuern? Oder investieren sie einfach falsch?

Hohe Einkommen, hohe Vermögen, hohe Steuerlasten: Viele Ihrer Mandanten verdienen ausgezeichnet – und geben dennoch jedes Jahr erhebliche Beträge an den Fiskus ab.

weiterlesen
Ihre Mandanten zahlen zu viel Steuern? Oder investieren sie einfach falsch?
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht