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23.09.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

KfW-Kreditmarktausblick: Seitwärtsbewegung statt Wachstum

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KfW Research berechnet den KfW-Kreditmarktausblick vierteljährlich exklusiv für das Handelsblatt.

Das geschätzte Kreditneugeschäft der Banken und Sparkassen mit Unternehmen und Selbstständigen ist im 2. Quartal 2016 zwar erneut geschrumpft, allerdings nur noch um 0,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit zeichnet sich ein Ende des Rückgangs ab – ein dynamisches Wachstum bleibt aber weiter außer Sichtweite.

Für eine spürbare Zunahme neuer Unternehmenskredite fehlen dem Kreditmarkt Impulse sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Denn auch wenn die Zinsen niedrig sind und der Zugang zu Krediten – nicht zuletzt mangels anderer Anlagealternativen der Finanzinstitute – historisch gut bleibt, so findet der Trend sich stetig verbessernder Finanzierungsbedingungen doch allmählich ein Ende. So ist das Potenzial für weitere Zinssenkungen seitens der Kreditinstitute angesichts geschrumpfter Margen gering.

Investitionen schwach

Die beständig guten Angebotsbedingungen erweisen sich gleichzeitig nicht als hinreichend, um die Investitionstätigkeit und Kreditnachfrage der Unternehmen anzustoßen: Die Investitionen im zweiten Quartal fielen schwach aus, nachdem ein erfreulich starker Jahresstart Hoffnung auf dynamischere Zuwächse geweckt hatte. Gleichzeitig bietet der Kapitalmarkt vor allem größeren Unternehmen attraktive Finanzierungsalternativen zum Kredit.

Prognose: Seitwärtsbewegung am Kreditmarkt

Die Aussichten haben sich zudem eingetrübt: das Austrittsvotum der Briten dürfte vor allem bei exportorientierten Unternehmen für Zurückhaltung sorgen. „Das Kreditneugeschäft mit heimischen Unternehmen außerhalb des Wohnungsbaus bleibt kraftlos“, prognostiziert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Auch bis zum Jahresende ist nicht mit deutlichen Zuwächsen zu rechnen, ich gehe vielmehr von einer Seitwärtsbewegung am Kreditmarkt aus.“

(KfW, PM vom 23.09.2016/ Viola C. Didier)


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