• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • KfW-Konjunkturkompass: Globale Risiken nehmen zu

01.12.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

KfW-Konjunkturkompass: Globale Risiken nehmen zu

Beitrag mit Bild

„Die deutsche Wirtschaft fährt auf gutem Kurs – doch der Ausblick auf 2017 gleicht der Fahrt in ein dichtes Nebelgebiet hinein, in dem das Schiff leicht vom Kurs abkommen kann“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, seine Erwartungen für die konjunkturelle Entwicklung zusammen.

Die deutsche Wirtschaft ist auf gutem Kurs, doch die Unwägbarkeiten nehmen zu. Brexit, steigende Präferenz für Abschottung und Protektionismus in USA und demnächst möglicherweise auch in Kerneuropa sorgen für die Zunahme globaler Risiken.

Die deutsche Wirtschaft dürfte im laufenden vierten Quartal einen überzeugenden Schlussspurt hinlegen und das Gesamtjahr 2016 mit einer Wachstumsrate von 1,8 % abschließen. Für das kommende Jahr gehen die KfW-Ökonomen von einem BIP-Plus von unverändert 1,3 % aus. Die erwartete Wachstumsverlangsamung gegenüber 2016 ist dabei nur zu einem Drittel dem Nachlassen konjunktureller Zugkräfte geschuldet. Rund zwei Drittel sind auf Schwankungen der Arbeitstagezahl zurückzuführen. Wie schon 2016 ist die Binnenkonjunktur auch 2017 die wesentliche Wachstumsstütze.

Damoklesschwert hängt über der Exportnation Deutschland

Die Unternehmensinvestitionen werden im nächsten Jahr trotz deutlich gestiegener Kapazitätsauslastung in den Industriefirmen und günstiger Finanzierungsbedingungen nur moderat zulegen. Vor allem für die deutsche Exportwirtschaft sind die Unwägbarkeiten derzeit groß, viele Firmen dürften deshalb bei ihren Investitionsplänen vorerst in Wartestellung bleiben. Nach der Präsidentenwahl in den USA hängt das Damoklesschwert einer protektionistischeren Weltwirtschaft über der Exportnation Deutschland. Auch die künftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich sind nach dem Brexit-Referendum weiterhin völlig unklar. Die USA sind für Deutschland der wichtigste, Großbritannien der drittwichtigste Exportmarkt. Beide Länder zusammen nehmen rund 40 % der deutschen Direktinvestitionen auf.

Referendum in Italien, Präsidentenwahl in Österreich

„Jenseits des Atlantiks stehen Anfang 2017 wichtige und wohl heftig umstrittene wirtschaftspolitische Richtungsentscheidungen an“, erklärt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Diesseits des Atlantiks sieht der Kalender bereits im Dezember ein wichtiges Referendum in Italien und die Wiederholung der Präsidentenwahl in Österreich vor. Im Jahr 2017 folgen Parlamentswahlen in Frankreich und den Niederlanden, die auch in Kerneuropa eine zunehmende Präferenz für Abschottung und Protektionismus zum Ausdruck bringen könnten. Im Hintergrund schwelen die Spannungen mit der Türkei sowie mögliche Kontroversen im Umgang mit vor allem italienischen Banken in Schieflage. Was aus all diesen politischen Unwägbarkeiten folgt, ist noch völlig offen.“

(KfW, PM vom 30.11.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Steuerboard

Raphael Baumgartner / Cindy Slominska


11.06.2026

§ 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG: Anwendung auf gewerblich geprägte Personengesellschaften – Neue Entwicklung in der Verwaltungspraxis

Die Diskussion um § 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG hat in jüngerer Zeit an praktischer Relevanz gewonnen. Hintergrund ist, dass Finanzämter vermehrt die Auffassung vertreten, das Verlustverrechnungsverbot erfasse negative Einkünfte aus Drittstaatenbetriebsstätten auch dann, wenn diese einer gewerblich geprägten Personengesellschaft i.S.d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG zuzurechnen sind.

weiterlesen
§ 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG: Anwendung auf gewerblich geprägte Personengesellschaften – Neue Entwicklung in der Verwaltungspraxis

Meldung

©Eisenhans/fotolia.com


11.06.2026

BFH kippt Steuer auf fiktive Zinsen beim Immobilienverkauf

Zinslose Raten beim privaten Immobilienverkauf führen grundsätzlich nicht zu steuerpflichtigen fiktiven Zinsen, so der BFH.

weiterlesen
BFH kippt Steuer auf fiktive Zinsen beim Immobilienverkauf

Meldung

©Marco2811/fotolia.com


11.06.2026

Steuerstatistik: Immer mehr Menschen rutschen in den Spitzensteuersatz

Die Steuerstatistik verdeutlicht, dass die Einkommensteuer maßgeblich von Steuerpflichtigen mit höheren Einkommen getragen wird.

weiterlesen
Steuerstatistik: Immer mehr Menschen rutschen in den Spitzensteuersatz
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht