Code schreiben und testen, eigenständig recherchieren, oder ganze Arbeitsabläufe von A bis Z erledigen: Künstliche Intelligenz kann inzwischen auch komplizierte Aufgaben übernehmen, ohne dass ein Mensch jeden Schritt vorgeben muss. In fast jedem zweiten Startup in Deutschland (48 %) sind solche KI-Agenten bereits im Einsatz.
Mit eigenen KI-Lösungen zum Wettbewerbsvorteil
Um die eigene Arbeit effizienter zu machen, entwickeln zudem knapp zwei Drittel der Startups (65 %) eigene KI-Anwendungen, die auf großen KI-Modellen wie jenen von OpenAI, Anthropic oder Google aufsetzen und zum Beispiel auf die eigenen Unternehmensdaten zugreifen. Fast jedes dritte Startup (30 %) passt bestehende KI-Modelle durch spezielles Training oder sogenanntes Finetuning an.
Das sind Ergebnisse einer Befragung von 102 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Startups als Vorbild für den Mittelstand
„KI macht Arbeit effizienter und Unternehmen wettbewerbsfähiger. Startups sind Vorreiter beim KI-Einsatz und können Vorbild für den deutschen Mittelstand sein“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wer nicht nur fertige Lösungen einsetzt, sondern Modelle mit eigenem Know-how anreichert, kann sich wertvolle Wettbewerbsvorteile verschaffen.“
Am weitesten verbreitet sind in Startups allerdings weiterhin generative KI-Tools für Texte, Code oder Bilder wie ChatGPT, Claude oder GitHub Copilot: 87 % der Startups nutzen sie. In bestehende Software eingebettete KI-Funktionen, etwa in Microsoft 365 oder HubSpot, setzen 59 % ein. Insgesamt gilt: Kein einziges der befragten Startups verzichtet auf KI.

