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19.08.2026

Arbeitsrecht, Meldung

Jedes siebte Unternehmen schreibt Arbeitszeugnisse mit KI

KI entwickelt sich auch im Personalwesen zunehmend zu einem praktischen Werkzeug für wiederkehrende und zeitaufwendige Aufgaben. Besonders bei Weiterbildung, Arbeitszeugnissen, Onboarding und internen Anfragen steigt die Nutzung.

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©Alexander Limbach/fotolia.com

Ob als Formulierungshilfe für Arbeitszeugnisse, als Chatbot bei Fragen zur Gehaltsabrechnung oder als Onboarding-Tool – KI kann bei vielen Aufgaben im Personalbereich unterstützen oder diese gleich ganz erledigen. Die Unternehmen erkennen das Potenzial, bislang wird KI im Personalwesen aber noch vergleichsweise selten eingesetzt. Zugleich nimmt die Nutzung gegenüber 2024 zu. Das zeigen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen in Deutschland.

Noch zögerlich, aber auf Wachstumskurs

„Gerade im Personalbereich ist die Hemmschwelle für den Einsatz von KI höher als in vielen anderen Unternehmensbereichen“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele Unternehmen sind hier noch zurückhaltend, auch aus Sorge, beim Umgang mit sensiblen Personaldaten gegen Datenschutzvorgaben zu verstoßen. Hinzu kommen Unsicherheiten bei der praktischen Umsetzung des AI Act, der bestimmte KI-Anwendungen im Personalbereich als Hochrisiko-Systeme einstuft.“

Aktuell nutzen Unternehmen KI am häufigsten für die individuelle Weiterbildung ihrer Beschäftigten. In jedem sechsten Unternehmen (16%) ist dies bereits der Fall, weitere 58% können sich den Einsatz vorstellen. Im Jahr 2024 lag die tatsächliche Nutzung noch bei 12%. 14% setzen KI beim Schreiben von Arbeitszeugnissen ein, weitere 52% sind daran interessiert. 2024 konnten sich dies erst 45% vorstellen. Ebenfalls 14% nutzen KI bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weitere 36% können sich das für die Zukunft vorstellen.  2024 hatten 11% KI beim Onboarding im Einsatz, 28% konnten sich das vorstellen.

Personalwesen wird digitaler

„Wer neu im Job ist, hat viele Fragen. Eine gut trainierte KI kann Antworten geben, bei der Orientierung helfen und ist immer verfügbar“, erklärt Rohleder. „So bleibt mehr Zeit für eine individuelle Betreuung, wo es um wirklich persönliche Fragen geht.“ Bei der automatisierten Beantwortung beziehungsweise Erledigung interner Personal-Anfragen setzen bereits 13% der Unternehmen KI ein, weitere 53% können sich dies vorstellen. Besonders deutlich wächst die Bedeutung von KI bei der Bewertung der Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 13% nutzen sie in diesem Zusammenhang bereits, gegenüber 6% im Jahr 2024. Weitere 28% sind offen dafür, 2024 waren es noch 19%. Bei der Bewertung der Arbeitsleistung setzen aktuell 12% KI ein, weitere 27% können sich dies für die Zukunft vorstellen.

 


Bitkom vom 18.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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