• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Insolvenzgeschehen: Unternehmensinsolvenzen sinken um 1,1 Prozent

15.08.2016

Insolvenzgeschehen: Unternehmensinsolvenzen sinken um 1,1 Prozent

Insolvenzgeschehen: Unternehmensinsolvenzen sinken um 1,1 Prozent

Ein Anstieg bei den Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Unternehmensinsolvenzen bedeutet mehr Insolvenzen von wirtschaftlich großen Unternehmen.

Im Mai 2016 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.741 Unternehmensinsolvenzen, das waren 1,1 Prozent weniger als im Mai 2015, teilt das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mit.

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im Mai 2016 mit 343 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 316 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 206 Insolvenzanträge gemeldet.

Forderungen rund 2,1 Milliarden Euro

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Mai 2016 auf rund 2,1 Milliarden Euro. Im Mai 2015 hatten sie bei knapp 0,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Mai 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Mai 2015.

Weniger Regelinsolvenzverfahren

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.926 übrige Schuldner im Mai 2016 Insolvenz an (-2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 6.140 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 1.516 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

(Statistisches Bundesamt, PM vom 10.08.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Handel, Hafen, Export, Cargo, Import
© johas/fotolia.com


05.12.2022

Tonnagesteuer vor dem BVerfG

Das FG Hamburg ist davon überzeugt, dass die Rückwirkung der sog. Tonnagesteuer gegen Art. 20. Abs. 3 GG verstößt und deshalb verfassungswidrig ist.

Tonnagesteuer vor dem BVerfG
Michael Fuhlrott
Michael Fuhlrott


05.12.2022

Arbeitszeit ist tatsächlich zu erfassen – bloßes Bereitstellen eines Systems reicht nicht

Die Gründe zur vielbeachteten „Zeiterfassungsentscheidung“ des Bundesarbeitsgerichts aus September 2022 liegen vor. Das höchste deutsche Arbeitsgericht verpflichtet Unternehmen zur tatsächlichen Erfassung der Arbeitszeit. Vorgaben, mittels welchen Systems dies zu erfolgen hat, enthält die Entscheidung aber nicht.

Arbeitszeit ist tatsächlich zu erfassen – bloßes Bereitstellen eines Systems reicht nicht
Der Betrieb

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank + App