• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Inflation: Unternehmen unterstützen ihre Angestellten

15.07.2022

Arbeitsrecht, Meldung

Inflation: Unternehmen unterstützen ihre Angestellten

Ein knappes Drittel der deutschen Unternehmen unterstützt seine Angestellten mit Tankgutscheinen. Das geht aus der jüngsten Personalleiterbefragung durch das ifo Institut in Kooperation mit Randstad hervor.

Beitrag mit Bild

© peshkov/fotolia.com

Genau 32 % der deutschen Unternehmen unterstützen ihre Angestellten wegen der hohen Inflation mit Tankgutscheinen. „Vorwiegend kleine und mittelständische Industrie- und Handelsbetriebe beteiligen sich an den Fahrtkosten ihrer Mitarbeitenden“, sagt ifo-Expertin Julia Freuding. Eine Einmalzahlung tätigen 22 % der befragten Unternehmen. Eine allgemeine Unterstützung bei den Fahrtkosten zahlen 21 % und einen ÖPNV-Zuschuss 18 %. Gleichzeitig stellen 19 % ihren Angestellten frei, mehr von zu Hause aus zu arbeiten, durchschnittlich 8,5 Tage im Monat. „Diese Maßnahme wird vor allem von Dienstleistern angeboten“, so Freuding. Jeder dritte in der Branche bietet durchschnittlich 9,0 zusätzliche Tage im Monat an. Dagegen gewährt nur ein Prozent der Firmen einen Zuschuss zu den privaten Stromkosten.

Inflation und steigende Energie- und Produktionskosten

Ende 2021 berichteten drei von vier der befragten Unternehmen von geplanten Lohnsteigerungen im Jahr 2022: 78 % der Befragten berichteten, dass in ihrer Belegschaft insgesamt die Löhne um durchschnittlich 4,7 % steigen werden (vgl. Randstad-ifo-Personalleiterbefragung im 4. Quartal 2021). Mittlerweile haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der steigenden Energie- und Produktionskosten und einer Verschärfung der Inflation seit Jahresbeginn deutlich verändert.

Eines von fünf Unternehmen zahlt Inflationsausgleich

Nichtsdestotrotz erfolgte im Großteil der Firmen die Lohnanpassung bereits im Lauf der ersten Jahreshälfte 2022 (37 %) bzw. soll diese wie geplant durchgeführt werden (47 %). Mehrheitlich wurden Boni bereits an die Angestellten weitergegeben bzw. wird dies im Laufe des Jahres erfolgen. Einen Inflationsausgleich hingegen fasst nur knapp ein Fünftel der Unternehmen ins Auge. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass jedes vierte Unternehmen dies als nicht relevant sieht oder dies nicht umsetzen wird.


ifo Institut vom 13.07.2022 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro

Weitere Meldungen


Meldung

©Sergey Nivens/123rtf.com


08.07.2026

ESAP: Wenig Interesse an EU-Finanzierungsplattform für Mittelständler

Das derzeitige Interesse reicht weder aufseiten der Unternehmen noch bei Kapitalgebern aus, um die ESAP-Vorlage zu einem wirkungsvollen Instrument zu machen.

weiterlesen
ESAP: Wenig Interesse an EU-Finanzierungsplattform für Mittelständler

Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com


08.07.2026

Neue Meldepflichten bei Arbeit im EU-Ausland

Die EU schafft mehr Klarheit bei Sozialversicherung, Arbeitslosengeld und Entsendungen über Ländergrenzen hinweg.

weiterlesen
Neue Meldepflichten bei Arbeit im EU-Ausland

Steuerboard

Philipp Weiten / Jan-Philipp Jansen


07.07.2026

Billigkeit in der Erbschaftsteuer: Stichtagsprinzip vs. Bereicherungsprinzip

Im Kontext des Erbschaftsteuerrechts stellte sich nun der II. Senat des BFH die Frage: Kann das strikt geltende Stichtagsprinzip ausnahmsweise zurücktreten, wenn der Erbe den Nachlass tatsächlich nie erhält und deshalb wirtschaftlich nicht bereichert ist?

weiterlesen
Billigkeit in der Erbschaftsteuer: Stichtagsprinzip vs. Bereicherungsprinzip
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht