24.08.2020

Arbeitsrecht, Meldung

In Bayern am meisten Kurzarbeiter

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©ifo Institut

Die meisten Kurzarbeiter finden sich im Bundesland Bayern. Das geht aus exklusiven Umfragezahlen des ifo Instituts hervor. Demnach waren dort im Juli schätzungsweise 21 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf Kurzarbeit oder 1,2 Millionen Menschen.

Um bei vorübergehendem Auftragsrückgang die Beschäftigung zu sichern, gibt es die Möglichkeit der Kurzarbeit und des Kurzarbeitergelds. Laut Ifo-Institut trifft die Kurzarbeit wegen der Corona-Krise Bayern am härtesten. Im Freistaat waren im Juli schätzungsweise 21 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf Kurzarbeit.

Auf Bayern folgt Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg waren es 19 % oder 900.000 Menschen. Niedersachsen und Bremen kamen auf 17 % oder 580.000 Menschen. Im größeren Nordrhein-Westfalen waren es 16 % oder 1,1 Millionen Menschen. Es folgen Hessen mit ebenfalls 16 % oder 420.000 Menschen. Auf den nächsten Plätzen befinden sich Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit 15 % oder 430.000 Kurzarbeitern sowie Schleswig-Holstein und Hamburg mit ebenfalls 15 % oder 290.000 Menschen.

Automobil- und Zuliefererindustrie spielen entscheidende Rolle

Weniger betroffen sind Sachsen mit 14 % oder 230.000 Menschen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 13 % oder 240.000 Menschen. Am wenigsten Kurzarbeit gibt es in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 12 % oder 200.000 Menschen. „Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren“, erklärt ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.

5,6 Millionen Kurzarbeiter

Insgesamt schätzt das ifo Institut die Zahl der Kurzarbeiter im Juli auf etwa 5,6 Millionen Menschen.

Nach aktuellen Daten der Arbeitsagentur zu geprüften Anzeigen wurde vom 01. bis einschließlich 25.06.2020 für 342.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, nach 1,14 Millionen im Mai und zusammen 10,66 Millionen im März und April. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis April zur Verfügung.

(ifo Institut, PM vom 19.08.2020 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

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