02.03.2020

Betriebswirtschaft, Meldung

IDW-Kritik zum E-DRÄS 11

Beitrag mit Bild

©kebox/fotolia.com

Der Entwurf des DRÄS 11 bezieht sich auf den DRS 18 Latente Steuern und ändert diesen inhaltlich partiell. Zudem ergänzt er ihn um Ausführungen zu einigen bislang nicht behandelten Teilaspekten. Seit DRS 18 im Gefolge des BilMoG 2010 verabschiedet wurde, ist die Stellungnahme nicht mehr materiell überarbeitet worden.

Das IDW unterstützt im Ergebnis die vorgesehenen Ergänzungen zur Bilanzierung latenter Steuern auf Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus einem Asset Deal. Es begrüßt auch die beabsichtigte Streichung der bisherigen Vorgaben zur Erläuterung nicht angesetzter Überhänge aktiver latenter Steuern sowie zur Aufstellung einer sog. Überleitungsrechnung.

Kritik an vorgeschlagener Ansatzpflicht

Etwaige Überlegungen, sich gegenüber dem Gesetzgeber dafür auszusprechen, das Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für Überhänge aktiver latenter Steuern für Zwecke der Einbeziehung des jeweiligen Unternehmens in einen HGB-Konzernabschluss durch eine Ansatzpflicht zu wandeln, sieht das IDW im Lichte der Erleichterungsintention des BilMoG-Gesetzgebers kritisch.

Streichungen in E-DRÄS 11 gefordert

Das IDW lehnt auch den Vorschlag ab, temporäre Differenzen im Zusammenhang mit ausländischen Zweigniederlassungen bzw. Betriebsstätten wie sog. outside basis differences i.S. von § 306 Satz 4 HGB zu behandeln und dementsprechend auch in der Handelsbilanz II bei der Bemessung latenter Steuern unberücksichtigt zu lassen.

Die vollständige Stellungnahme des IDW finden Sie hier.

(IDW vom 27.02.2020 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

Unsere Empfehlung für tiefergehende Recherchen zum Thema Betriebswirtschaft:
Owlit-Modul „Bilanzrecht (Bundesanzeiger Verlag)“


Weitere Meldungen


Meldung

© Jamrooferpix / fotolia.com


07.04.2026

Ökodesign-Regelungen werden modernisiert

Neue Regeln verschärfen Kontrolle, Sanktionen und Vorgaben für Ökodesign-Produkte sowie Energieverbrauchskennzeichnungen.

weiterlesen
Ökodesign-Regelungen werden modernisiert

Steuerboard

Alexander Tegge


07.04.2026

BFH entscheidet zur Rückwirkung der Erbschaftsteuerreform 2016 – Wegweiser für die anstehende BVerfG-Entscheidung und Reformdebatte?

Mit Urteil vom 20.11.2025 (II R 7/23, DB 2026 S. 912) entschied der BFH, dass es sich bei der Anwendung des § 13b Abs. 10 ErbStG i.d.F. des ErbStGAnpG 2016 ab dem 01.07.2016 auf Schenkungen, die vor der Verkündung der Neufassung des Gesetzes am 09.11.2016 erfolgt sind, um eine verfassungsrechtlich zulässige echte Rückwirkung handelt.

weiterlesen
BFH entscheidet zur Rückwirkung der Erbschaftsteuerreform 2016 – Wegweiser für die anstehende BVerfG-Entscheidung und Reformdebatte?

Meldung

©kebox/fotolia.com


07.04.2026

Geschäftsführer haftet auch nach Abberufung für Säumniszuschläge

Ein ehemaliger GmbH-Geschäftsführer haftet persönlich für während seiner Amtszeit nicht gezahlte Steuern, einschließlich späterer Säumniszuschläge.

weiterlesen
Geschäftsführer haftet auch nach Abberufung für Säumniszuschläge
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)