08.08.2023

Arbeitsrecht, Meldung

Home sweet Homeoffice

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass über 50 % der Büroflächen in Deutschland leerstehen. Arbeitnehmende verbringen auch nach der Corona-Pandemie etwas mehr als die Hälfte der Arbeitswoche im Homeoffice.

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©Andriy Popov/123rf.com

In den letzten Jahren hat das Thema Homeoffice in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die fortschreitende Digitalisierung und die Verfügbarkeit von leistungsfähigen Kommunikationstechnologien haben es möglich gemacht, dass viele Berufstätige ihre Arbeit – theoretisch sogar ausschließlich – von zu Hause aus erledigen können. Insbesondere während der COVID-19-Pandemie wurde das Arbeiten im Homeoffice erst zur Notwendigkeit und dann zum „New Normal“.

Im Rahmen der dritten Auflage der PwC-Studie wurden 125 Arbeitgebende und 600 Arbeitnehmer*innen von deutschen Unternehmen zu ihren Erfahrungen mit dem Arbeiten aus dem Homeoffice und zu möglichen Änderungen beim Flächenbedarf durch neue Arbeitsplatzkonzepte befragt. Die Studie erlaubt gleichzeitig aber auch einen Vergleich der Ergebnisse aus den ersten beiden Jahren nach Ausbruch von COVID-19 mit der aktuellen Wahrnehmung nach dem Ende der Pandemie. Folgende Kernaussagen geben einen Überblick über die Ergebnisse der PwC-Studie:

Neue Normalität

Homeoffice ist zu einem festen Bestandteil eines flexiblen Arbeitsmodells geworden – Arbeitnehmer*innen verbringen durchschnittlich etwas mehr als die Hälfte der Arbeitswoche an ihrem Heimarbeitsplatz. Rund 62 % der Arbeitnehmer*innen möchten mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice verbringen.

Produktivität

Die positive Wahrnehmung bezüglich der Produktivität am Heimarbeitsplatz ist seit der ersten Umfrage im Jahr 2020 konstant hoch. 94 % der Arbeitgebenden geben an, dass die Produktivität der Mitarbeiter*innen im Homeoffice mindestens genauso hoch oder sogar höher ist als im Büro, drei von vier Arbeitnehmer*innen sehen das genauso.

Mitarbeiter*innenzufriedenheit

Die Möglichkeit der Arbeit im Homeoffice leistet einen erheblichen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben und trägt maßgeblich zur Zufriedenheit bei. 71 % der Befragten geben an, eine erhöhte Lebensqualität und 72 % eine bessere Work-Life-Balance durch die flexible Nutzung von Homeoffice zu haben.

Büroauslastung

Die befragten Arbeitgebenden geben im Durchschnitt eine Büroauslastung von 45 % – mehr als die Hälfte der Büroflächen ist demnach ungenutzt. Zu Spitzenzeiten steigt die Auslastung auf 63 % an. Die Mehrheit der Unternehmen plant, ihre Büroflächen an die neuen Anforderungen anzupassen oder hat bereits Maßnahmen ergriffen. Arbeitgebende gehen mittlerweile überwiegend von einem gleichbleibenden Flächenbedarf aus.


PwC vom 08.08.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro

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