29.10.2015

Betriebswirtschaft, Meldung

Großes Einsparpotenzial durch Industrie 4.0

Beitrag mit Bild

62 Prozent der Industrieunternehmen nutzen Industrie 4.0 oder planen dies; 47 Prozent erwartet sich davon sinkende Kosten.

Fast die Hälfte der Industrieunternehmen, die Industrie 4.0-Anwendungen nutzen oder planen, erwartet sich davon sinkende Kosten. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor.

30 Prozent der Nutzer bzw. Interessenten gehen davon aus, dass die Kosten durch Industrie 4.0 „leicht sinken“, 15 Prozent erklären, dass sie „sinken“ und 2 Prozent erwarten sogar, dass sie „stark sinken“. Weitere 31 Prozent rechnen immerhin mit gleichbleibenden Kosten durch Industrie 4.0. Nur 22 Prozent denken, dass die Kosten des eigenen Unternehmens im Zuge der Digitalisierung steigen. „Durch die insgesamt effizientere Organisation fallen in der vernetzten Fabrik weniger Kosten an. Das haben viele Unternehmen bereits erkannt“, erklärt Wolfgang Dorst, Bereichsleiter Industrie 4.0 beim Bitkom.

Vernetzung auf allen Ebenen

Unter dem Begriff Industrie 4.0 wird die durch das Internet getriebene vierte industrielle Revolution verstanden. Sie umschreibt den technologischen Wandel heutiger Produktionstechnik zur intelligenten Fabrik, in der Maschinen und Produkte untereinander vernetzt sind. 62 Prozent der Unternehmen in den industriellen Kernbranchen nutzen heute bereits Industrie 4.0-Anwendungen oder planen dies. „Zusätzlich zu dem Einsparpotenzial ermöglicht die intelligente Vernetzung von Produktion und Produkten außerdem völlig neue Geschäftsmodelle und damit Einnahmequellen – etwa durch die Herstellung von hochindividualisierten Produkten nach Kundenwunsch“, so Dorst.

Industrie 4.0 in allen Branchen

Das größte Einsparpotenzial wird in der Elektrotechnik gesehen. Hier sagen 52 Prozent der Nutzer und Interessenten, dass sie sich von Industrie 4.0 sinkende Kosten versprechen. Im Maschinen- und Anlagenbau sind es 49 Prozent, in der Chemiebranche 40 Prozent und im Automobilbau 38 Prozent. Für die Befragung wurden 400 Unternehmen ab 100 Mitarbeitern aus der Automobilbranche, dem Maschinenbau, der chemische Industrie und der Elektroindustrie repräsentativ befragt.

(Bitkom / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Steuerboard

Sebastian Löcherbach


24.07.2026

Gebührenerhebung bei der verbindlichen Auskunft: Sachverhaltsbegriff, Mehrheit von Antragstellern und Verjährungsfrage

Die Gebühren für eine verbindliche Auskunft bemessen sich nach dem Gegenstandswert und können bei Nachfolge- und Umstrukturierungssachverhalten erhebliche Größenordnungen erreichen.

weiterlesen
Gebührenerhebung bei der verbindlichen Auskunft: Sachverhaltsbegriff, Mehrheit von Antragstellern und Verjährungsfrage

Meldung

©maho/fotolia.com


24.07.2026

Falsche Kilometerangaben beim Firmenwagen führen zu Steuerhinterziehung

Bei Firmenwagen müssen Kilometerangaben gegenüber Arbeitgeber und Finanzamt vollständig, richtig und nachvollziehbar sein.

weiterlesen
Falsche Kilometerangaben beim Firmenwagen führen zu Steuerhinterziehung

Meldung

peshkova/123rf.com


24.07.2026

KI-Ausfall würde viele Beschäftigte sofort ausbremsen

KI ist für viele Beschäftigte kein Zusatzwerkzeug mehr, sondern eine unverzichtbare Grundlage ihrer täglichen Arbeit.

weiterlesen
KI-Ausfall würde viele Beschäftigte sofort ausbremsen
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht