19.02.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Geschäftsklima auf hohem Niveau stabil

Beitrag mit Bild

Ernüchterung herrscht bei den Frühphasenfinanzierern, die Spätphasenfinanzierer schöpfen jedoch neuen Optimismus.

Der Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers liegt im vierten Quartal 2015 mit 59,8 Saldenpunkten unverändert gut in der Nähe seines Höchststands. Trotz des stabilen Werts für den Gesamtmarkt entwickelte sich das Geschäftsklima für Früh- und Spätphasenfinanzierer höchst unterschiedlich.

Nach dem Rekordklima im dritten Quartal zeigen sich die Frühphasenfinanzierer zum Jahresausklang ernüchtert. Der Geschäftsklimaindikator im Frühphasensegment bricht um 19,8 Zähler auf 47,1 Saldenpunkte deutlich ein. Trotz der harten Korrektur kann das Geschäftsklima aber nach wie vor als gut bewertet werden: Die Korrektur betrifft sowohl die aktuelle Geschäftslage (-13,6 Zähler auf 50,3 Saldenpunkte) als auch die Geschäftserwartung (-25,9 Zähler auf 43,9 Saldenpunkte). „Die Absage der Bundesregierung an neue steuerliche Belastungen für die Finanzierung junger innovativer Unternehmen hievte das VC-Geschäftsklima im dritten Quartal auf ein Rekordniveau, daher war ein Rücksetzer zum Jahresende zu erwarten“ kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, „die Stärke des Einbruchs überrascht allerdings. Die Entwicklung ändert jedoch nichts daran, dass die VC-Geber mit gutem Geschäftsklima, überragenden Marktbedingungen und hoher Investitionsbereitschaft ins neue Jahr starten – gute Finanzierungaussichten für innovative Startups also.“

Spätphasenfinanzierer schöpfen neuen Optimismus

Im Gegensatz zu den Frühphasenfinanzierern verbessert sich das Geschäftsklima im Spätphasensegment zum Jahresende (+11,6 Zähler auf 67,4 Saldenpunkte) in die Nähe seines bisherigen Bestwertes. Dabei bewerten die Spätphasenfinanzierer sowohl ihre aktuelle Geschäftslage besser und zeigen auch eine deutlich optimistischere Geschäftserwartung: Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage steigt um 5,7 Zähler auf 69,3 Saldenpunkten, der Indikator für die Geschäftserwartung zieht um 17,4 Zähler auf 65,5 Saldenpunkte an. Begleitet wird der Anstieg durch weiter sehr gut oder besser bewertete Rahmenbedingungen im Spätphasensegment.

(KfW vom 19.02.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©stadtratte /fotolia.com


20.05.2026

FG Niedersachsen: Vorweggenommener Zugewinn zählt als Anschaffung

Auch ein vorweggenommener Zugewinnausgleich kann beim Grundstücksverkauf Spekulationssteuer auslösen, entschied das FG Niedersachsen.

weiterlesen
FG Niedersachsen: Vorweggenommener Zugewinn zählt als Anschaffung

Meldung

Grundsteuer


20.05.2026

BFH bestätigt Grundsteuer-Modell in Baden-Württemberg

Der BFH entschied, dass Baden-Württemberg die Grundsteuer ab 2025 verfassungsgemäß nach dem Bodenwertmodell berechnen darf.

weiterlesen
BFH bestätigt Grundsteuer-Modell in Baden-Württemberg

Steuerboard

Nicole Wolf-Thomann


20.05.2026

Verlustverrechnungsbeschränkung für Aktienveräußerungsverluste

Mit Beschluss vom 17.11.2020 (VIII R 11/18) hat der BFH dem BVerfG die Frage vorgelegt, ob die Verlustverrechnungsbeschränkung für Aktienveräußerungsverluste nach § 20 Abs. 6 Satz 5 EStG a.F. (heute § 20 Abs. 6 Satz 4 EStG) mit dem allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist.

weiterlesen
Verlustverrechnungsbeschränkung für Aktienveräußerungsverluste
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht