• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Geringer Anstieg der Tarifverdienste im 3. Quartal

01.12.2015

Arbeitsrecht, Meldung

Geringer Anstieg der Tarifverdienste im 3. Quartal

Beitrag mit Bild

Überdurchschnittliche Tariferhöhungen gab es unter anderem in der Verkehrs- und Lagereibranche.

Die tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen in Deutschland waren im dritten Quartal 2015 um durchschnittlich 1,8 Prozent höher als im Vorjahresquartal, teilte jetzt das Statistische Bundesamt mit.

In die Berechnungen der tariflichen Monatsverdienste wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen einbezogen. Die tariflichen Monatsverdienste ohne Sonderzahlungen waren danach im dritten Quartal 2015 im Durchschnitt um 2,7 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent.

Auswirkungen des öffentlichen Dienstes

Der vergleichsweise geringe Anstieg der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ist vor allem auf einen Sondereffekt im Vorjahr zurückzuführen: Im Bereich des öffentlichen Dienstes gab es im dritten Quartal 2014 hohe Nachzahlungen. Zwar war der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD) bereits im März 2014 in Kraft getreten, die tariflichen Erhöhungen wurden aber erst rückwirkend im dritten Quartal 2014 ausgezahlt. Da diese Nachzahlungen im dritten Quartal 2015 nicht erfolgten, waren die Tariferhöhungen einschließlich Sonderzahlungen in den Bereichen, in denen überwiegend nach dem TVöD bezahlt wird, im Vergleich zum Vorjahresquartal geringer als in den Vorquartalen.

Tarifentwicklung nach Branchen

In einigen Bereichen war die Entwicklung der tariflichen Monatsverdienste sogar rückläufig (Wasserversorgung und Entsorgung: -1,9 Prozent, Energieversorgung sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung: jeweils -0,2 Prozent). Überdurchschnittliche Tariferhöhungen im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es im dritten Quartal 2015 unter anderem in den Bereichen Verkehr und Lagerei (+3,6 Prozent), Gastgewerbe (+3,3 Prozent) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (+3,1 Prozent).

(Statistisches Bundesamt, PM vom 30.11.2015/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Steuerboard

Tobias Deschenhalm / Michael Grunwald


28.07.2026

Die umsatzsteuerliche Organschaft im Wandel: § 2c UStG nach dem Referentenentwurf zum JStG 2026

Die umsatzsteuerliche Organschaft zählt zu den praxisrelevantesten Instituten des Umsatzsteuerrechts. Gleichwohl ist ihre gesetzliche Ausgestaltung seit Jahren reformbedürftig.

weiterlesen
Die umsatzsteuerliche Organschaft im Wandel: § 2c UStG nach dem Referentenentwurf zum JStG 2026

Meldung

©Andrey Popov/fotolia.com


28.07.2026

Finanzinvestoren bei Wirtschaftsprüfern: WPK setzt auf Kontrolle

Finanzinvestoren dürfen Kapital geben, die fachliche Kontrolle muss jedoch bei den Wirtschaftsprüfern bleiben, erklärt die WPK.

weiterlesen
Finanzinvestoren bei Wirtschaftsprüfern: WPK setzt auf Kontrolle

Meldung

©js-photo/fotolia.com


28.07.2026

Firmenwagen: Unverzichtbar, aber im Wandel

Der Firmenwagen ist und bleibt in Deutschland als Instrument unverzichtbar, allerdings verändert sich die Art, wie er angeboten wird.

weiterlesen
Firmenwagen: Unverzichtbar, aber im Wandel
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht