14.03.2017

Meldung, Steuerrecht

Firmenwagenbesteuerung – quo vadis?

Beitrag mit Bild

© Jakub Jirsák/fotolia.com

Der BFH hat in zwei aktuellen Entscheidungen seine bisherige Rechtsprechung zur steuerlichen Behandlung von Zuzahlungen des Arbeitnehmers bei der Firmenwagenbesteuerung modifiziert. Die Konsequenzen für die denkbaren Zuzahlungsvarianten in der Praxis sind spannend.

In zwei aktuellen Entscheidungen hat der BFH zur steuerlichen Behandlung von Zuzahlungen des Arbeitnehmers bei der Firmenwagenbesteuerung Stellung genommen und damit seine bisherige Rechtsprechung zugunsten der steuerpflichtigen geändert. Er entschied, dass Nutzungsentgelte und andere Zuzahlungen des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung eines betrieblichen Kfz den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung mindern.

BFH widerspricht Finanzverwaltung

Dies bedeutet, dass nunmehr nicht nur ein pauschales Nutzungsentgelt, sondern – entgegen der früheren Rechtsprechung und der bisher von der Finanzverwaltung vertretenen Auffassung – auch einzelne (individuelle) Kosten des Arbeitnehmers bei Anwendung der sog. 1%-Regelung steuermindernd berücksichtigt werden. In seiner Kommentierung untersucht Dipl.-Fw. Walter Niermann den neuen systematischen Ansatz des BFH und zeigt ausführlich die Konsequenzen der neuen Rechtsprechung für die denkbaren Zuzahlungsvarianten in der Praxis auf. Sie finden den Fachbeitrag in DER BETRIEB vom 10.03.2017, Heft 10, Seite 510 – 513 sowie online unter DB1230577.


Weitere Meldungen


Steuerboard

Raphael Baumgartner / Cindy Slominska


11.06.2026

§ 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG: Anwendung auf gewerblich geprägte Personengesellschaften – Neue Entwicklung in der Verwaltungspraxis

Die Diskussion um § 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG hat in jüngerer Zeit an praktischer Relevanz gewonnen. Hintergrund ist, dass Finanzämter vermehrt die Auffassung vertreten, das Verlustverrechnungsverbot erfasse negative Einkünfte aus Drittstaatenbetriebsstätten auch dann, wenn diese einer gewerblich geprägten Personengesellschaft i.S.d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG zuzurechnen sind.

weiterlesen
§ 2a Abs. 1 Nr. 2 EStG: Anwendung auf gewerblich geprägte Personengesellschaften – Neue Entwicklung in der Verwaltungspraxis

Meldung

©Eisenhans/fotolia.com


11.06.2026

BFH kippt Steuer auf fiktive Zinsen beim Immobilienverkauf

Zinslose Raten beim privaten Immobilienverkauf führen grundsätzlich nicht zu steuerpflichtigen fiktiven Zinsen, so der BFH.

weiterlesen
BFH kippt Steuer auf fiktive Zinsen beim Immobilienverkauf

Meldung

©Marco2811/fotolia.com


11.06.2026

Steuerstatistik: Immer mehr Menschen rutschen in den Spitzensteuersatz

Die Steuerstatistik verdeutlicht, dass die Einkommensteuer maßgeblich von Steuerpflichtigen mit höheren Einkommen getragen wird.

weiterlesen
Steuerstatistik: Immer mehr Menschen rutschen in den Spitzensteuersatz
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht