Cybervorfälle sorgten 2025 für zahlreiche Schlagzeilen und sind laut dem Allianz Risk Barometer auch 2026 weltweit die größte Sorge für Unternehmen. Das vergangene Jahr war zudem ein bedeutendes Jahr für Künstliche Intelligenz (KI). Dass das Risiko auf Platz 2 im Ranking landet und den größten Sprung macht (von Platz 10 auf Platz 2) unterstreicht die Komplexität von KI als operativem und rechtlichem Risiko, aber auch als Gefahr für die Reputation von Unternehmen.
Dennoch glaubt fast die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel ist gegenteiliger Meinung. Zum ersten Mal überhaupt gehören Betriebsunterbrechungen (BU) nicht mehr zu den beiden größten Risiken, sondern fallen auf Platz 3 zurück. BU bleiben jedoch ein wichtiges Thema, da sie häufig eine Folge anderer Risiken in den globalen Top 10 sind.
Faktoren wie eine ruhigere Hurricane-Saison im Jahr 2025 führen dazu, dass Naturkatastrophen im Vergleich zum Vorjahr auf Platz 5 zurückfallen. Unterdessen klettern politische Risiken und Gewalt von Platz 9 auf Platz 7. Hintergrund ist hier vor allem die zunehmende Besorgnis über geopolitische Instabilität und Konflikte auf der ganzen Welt.
Gesetzgebung und Regulierung sind ein Risiko in Deutschland
Unter den deutschen Teilnehmenden der Studie belegen erneut Cyber-Attacken und Betriebsunterbrechungen die Plätze 1 (2025: 1) und 2 (2025: 2). Neu auf dem dritten Platz sind Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung. Dies könnte ein Hinweis auf bürokratische Pflichten für Unternehmen und regulatorische Unsicherheiten sein. KI wird von den Befragten in Deutschland auf Platz 4 eingestuft und ist neu im Ranking vertreten. Politische Risiken und Gewalt rutschen gegenüber dem Vorjahr von Platz 6 auf 10. Dies ist vor dem Hintergrund zahlreicher politisch motivierter Anschläge in Deutschland, wie auf die Bahn-Infrastruktur oder zuletzt in Berlin, überraschend.

