17.11.2015

Europa: Kleinstunternehmen in der Mehrzahl

Europa: Kleinstunternehmen in der Mehrzahl

Kleinstunternehmen schaffen Arbeitsplätze in der EU und tragen zum Wirtschaftswachstum bei.

Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelten als ein Motor der EU-Wirtschaft. Eine aktuelle statistische Auswertung zeigt, dass neun von zehn Unternehmen in der EU weniger als zehn Beschäftigte haben.

Bei der überwiegenden Mehrheit (92,7 %) der 22,3 Millionen Unternehmen des nichtfinanziellen Bereichs der gewerblichen Wirtschaft in der EU handelte es sich im Jahr 2012 um Kleinstunternehmen (mit 0 bis 9 Beschäftigten), auf die 29,2 % der Beschäftigung entfielen, 7,1 % waren kleine und mittlere Unternehmen (mit 10 bis 249 Beschäftigten), die 38,0 % der Beschäftigung ausmachten, und 0,2 % waren Großunternehmen (mit 250 oder mehr Beschäftigten) mit einem Anteil von 33,0 % an der Beschäftigung. Diese Daten veröffentlichte Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union.

Kleinstunternehmen vor allem im Süden

In allen EU-Mitgliedstaaten waren mit Abstand die meisten Unternehmen des nichtfinanziellen Bereichs der gewerblichen Wirtschaft Kleinstunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte), wobei Griechenland (96,7 %), die Slowakei (96,5 %), die Tschechische Republik (96,0 %), Polen und Portugal (jeweils 95,2 %), Italien (94,9 %) und Frankreich (94,8 %) die größten Anteile aufwiesen. Der Anteil der kleinen Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) lag in allen Mitgliedstaaten außer Deutschland (14,7 %), Österreich (10,9 %), Luxemburg (10,6 %) und Rumänien (10,2 %) bei unter 10 %. In diesen vier Mitgliedstaaten waren auch die mittleren Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) verhältnismäßig am stärksten vertreten. Bei den Großunternehmen (mindestens 250 Beschäftigte) lag der Anteil in allen Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, bei höchstens 0,5 %.

Höchste Beschäftigungsquoten in Kleinstunternehmen in Griechenland und Italien

In den meisten EU-Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, war der größte Teil der Beschäftigten in Kleinstunternehmen tätig; die entsprechenden Anteile lagen in einer Reihe von südeuropäischen Mitgliedstaaten bei über 40 %: Griechenland (58,6 %), Italien (46,4 %), Portugal (42,3 %) und Spanien (40,8 %). Dagegen war in folgenden Ländern noch nicht einmal jeder Fünfte in einem Kleinstunternehmen tätig: im Vereinigten Königreich (17,3 %), in Luxemburg (18,0 %) und in Deutschland (19,0 %). Auf EU-Ebene waren Großunternehmen der wichtigste Arbeitgeber (für 33,0 % aller Beschäftigten), gefolgt von Kleinstunternehmen (29,2 %), kleinen Unternehmen (20,8 %) und mittleren Unternehmen (17,2 %).

(Eurostat, PM vom 17.11.2015/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


S, Fachkräfte, Fachkräftemangel
©MK-Photo/fotolia.com


07.12.2022

Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung

Deutschland wird das Einwanderungsrecht grundlegend modernisieren und die Fachkräfteeinwanderung künftig auf drei Säulen stellen.

Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung
Banking, Onlinebanking, SEPA, TAN
©momius/fotolia.com


07.12.2022

Rettungsversuch für Sammelanderkonten

Rechtsanwälte sollen sicherstellen, dass keine Transaktionen über Sammelanderkonten abgewickelt werden, bei denen Risiken der Geldwäsche bestehen.

Rettungsversuch für Sammelanderkonten
Lupe, Analyse, Audit, prüfen, Prüfer, Prüfung, Bilanz, Dokumentation, Buchhaltung
© Andrey Popov/fotolia.com


06.12.2022

EU verzichtet auf weitere Abschlussprüferregulierung

Digitale Betriebsstabilität im Finanzsektor: Die WPK feiert ihren Erfolg. Die EU hat auf eine weitergehende Abschlussprüferregulierung verzichtet.

EU verzichtet auf weitere Abschlussprüferregulierung
Der Betrieb

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank + App