05.10.2017

Betriebswirtschaft, Meldung

EU: Investitionsquote bei 23,2 %

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Im zweiten Quartal 2017 lag die Investitionsquote der Unternehmen im Euroraum bei 23,2 %, gegenüber 22,9 % im Vorquartal. Die Gewinnquote der Unternehmen im Euroraum betrug im zweiten Quartal 2017 40,8 %, gegenüber 40,5 % im ersten Quartal 2017.

Diese Daten stammen aus einer ersten Veröffentlichung von saisonbereinigten vierteljährlichen europäischen Sektorkonten durch Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, und die Europäische Zentralbank (EZB).

Jedes fünfte Unternehmen hält Investitionen zurück

Staat und Unternehmen in Deutschland investieren allerdings zu wenig, kritisiert eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Seit Jahren stecken Bund und Länder zu wenig Geld in die Infrastruktur. Gesperrte Autobahn- und Eisenbahnbrücken, Schleusen aus der Kaiserzeit, aber auch fehlende Glasfasernetze sind die Folge. Dementsprechend hält sich fast jedes fünfte Unternehmen aufgrund der schlechten Infrastruktur mit Investitionen zurück. Die hohen Energiepreise sind für rund 36 Prozent der größeren Unternehmen ein Grund, Investitionen zu verschieben.

Deutsche Unternehmen bei Steuer benachteiligt

Zudem müssen die Unternehmen in Deutschland mit bis zu 30 Prozent besonders hohe Steuern zahlen. Der EU-Schnitt liegt bei 21,5 Prozent. Das größte Hindernis aber sind Regulierungen und die starre Bürokratie – für mehr als jede zweite befragte Firma ist dies eine Investitionsbremse. Außerdem sind in der vergangenen Legislaturperiode die Belastungen durch Mindestlohn und neue Rentenregelungen sogar noch gestiegen.

(Eurostat und IW Köln, PM vom 05.10.2017 / Viola C. Didier)


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