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21.08.2026

Betriebswirtschaft, Meldung

ESRS prägen die Nachhaltigkeitsberichte der Autoindustrie

Die europäischen Automobilunternehmen richten ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung immer stärker an den ESRS aus. Ein neuer Branchenvergleich zeigt zugleich, dass die Berichte kompakter werden und deutlich weniger als wesentlich eingestufte Auswirkungen, Risiken und Chancen enthalten.

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Der Betrieb

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) und Deloitte haben am 20.08.2026 ihren ersten Industrie-Benchmark zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Analysiert wurden zehn ausgewählte europäische Automobilunternehmen, von denen neun eigene Berichte vorlegten.

ESRS setzen sich in der Berichterstattung durch

Obwohl die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in Deutschland 2025 noch nicht umgesetzt war, orientierte sich die Branche deutlich an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). 89% der untersuchten Berichte wurden vollständig nach ESRS erstellt, 11% in Anlehnung daran. Im Vorjahr hatte der Anteil vollständig ESRS-konformer Berichte erst bei 60% gelegen.

Alle Unternehmen veröffentlichten ihre Nachhaltigkeitsinformationen 2025 in einem gesonderten Abschnitt des Lageberichts. Ein Jahr zuvor hatten noch 20% einen separaten Bericht außerhalb des Lageberichts genutzt.

Berichte werden etwas kompakter

Die acht vollständig ESRS-konformen Berichte umfassen durchschnittlich 159 Seiten und damit etwas weniger als im Vorjahr mit 164 Seiten. Die Spannweite bleibt jedoch groß: Der kürzeste Bericht hat 50 Seiten, der längste 253.

Bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifizierten die Unternehmen durchschnittlich neun von zehn ESRS-Themen als wesentlich. Besonders Klima, Umweltverschmutzung, Kreislaufwirtschaft, eigene Beschäftigte, Beschäftigte in der Wertschöpfungskette, Verbraucher sowie Unternehmensführung wurden von allen Unternehmen berücksichtigt.

Weniger wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

Im Durchschnitt meldeten die Unternehmen 40 wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen – nach 58 im Vorjahr. Darunter waren 17 negative und zehn positive Auswirkungen sowie vier Chancen und neun Risiken. Alle acht vollständig ESRS-konformen Berichte wurden freiwillig durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüft. Dabei dominierte die Prüfung mit begrenzter Sicherheit. Vier Unternehmen nutzten zudem die sogenannten Quick-Fix-Erleichterungen.


DRSC vom 20.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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