• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Erste Erkenntnisse zum Entgelttransparenzgesetz

20.04.2018

Arbeitsrecht, Meldung

Erste Erkenntnisse zum Entgelttransparenzgesetz

Beitrag mit Bild

©GregBrave/fotolia.com

Je größer das Unternehmen, umso größer ist der Arbeitsaufwand, die Vorschriften des Entgelttransparenzgesetzes zu implementieren. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat bisher keine Auskunftsverlangen bearbeiten müssen, zeigt eine Umfrage des Bundesverbands der Arbeitsrechtler in Unternehmen (BVAU).

Knapp die Hälfte der Unternehmen hat durch die Einführung strukturierter Prozesse die Vorschriften des Entgelttransparenzgesetzes in der betrieblichen Praxis umgesetzt; annähernd die Hälfte sieht die Implementierung solcher Prozesse als nicht notwendig an. „Wer die Vorgaben des neuen Gesetzes vollumfänglich eingeführt hat, hat einen hohen Arbeitsaufwand investieren müssen, um dann festzustellen, dass die große Welle an Auskunftsverlangen ausbleibt“, fasst BVAU-Präsident Alexander Zumkeller die Ergebnisse der Umfrage unter seinen Mitgliedern zum Umgang mit dem neuen Entgelttransparenzgesetz in der betrieblichen Praxis zusammen.

Mitarbeitern aus dem Tarifbereich wollen Auskunft

„Wenn überhaupt Auskunftsverlangen gestellt werden, kommen diese von Mitarbeitern aus dem eigentlich vergütungstechnisch gut strukturierten und transparenten Tarifbereich“, ergänzt BVAU-Vizepräsident Prof. Dr. Rupert Felder. „Das ist ungewöhnlich, differenzieren doch Tarifverträge heute in keinem Fall mehr zwischen Frauen und Männern. Und nicht zu vergessen: der Betriebsrat bestimmt bei Eingruppierung oder zu den Entlohnungsgrundsätzen mit.“

Lohndiskriminierung muss bekämpft werden

Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen haben noch gar kein Auskunftsverlangen nach dem Entgelttransparenzgesetz bearbeiten müssen. In Unternehmen bis 500 Beschäftigten liegt diese Quote bei 100 %. „Die im neuen Koalitionsvertrag angekündigte Evaluierung des Gesetzes durch den Gesetzgeber sollte diese ersten, aber auch alle weiteren Erfahrungen der betrieblichen Praxis berücksichtigen“, empfiehlt BVAU-Präsident Alexander Zumkeller und meint weiter: “Vermeintliche Lohndiskriminierung muss an den Ursachen bekämpft und nicht an den Symptomen kuriert werden.“

(BVAU, PM vom 19.04.2018 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

nx123nx/123rf.com


27.05.2024

Umweltschutz: Neue EU-Vorgaben in Kraft

Bekämpfung schwerer Umweltstraftaten sowie illegaler Abfallhandel und das Recycling kritischer Rohstoffe – die EU bringt viele neue Vorgaben zum Umweltschutz auf den Weg.

weiterlesen
Umweltschutz: Neue EU-Vorgaben in Kraft

Meldung

© eenevski/fotolia.com


27.05.2024

Steuertransparenz: EU-Kommission eröffnet Vertragsverletzungsverfahren

Deutschland ist der Verpflichtung zum Austausch der notwendigen Informationen mit den Steuerbehörden anderer Mitgliedstaaten nicht nachgekommen.

weiterlesen
Steuertransparenz: EU-Kommission eröffnet Vertragsverletzungsverfahren

Steuerboard

Katrin Dorn


27.05.2024

Nach dem JStG ist vor dem JStG – offizieller Referentenentwurf des JStG 2024 vorgelegt

Nachdem das Wachstumschancengesetz erst im März 2024 verabschiedet wurde, kursierte bereits der (inoffizielle) Referentenentwurf für ein Jahressteuergesetz 2024 (JStG 2024) mit immerhin 240 Seiten Umfang. Nun hat das BMF den offiziellen Entwurf mit 243 Seiten vorgelegt.

weiterlesen
Nach dem JStG ist vor dem JStG – offizieller Referentenentwurf des JStG 2024 vorgelegt

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank