• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Einkommensteuerpflicht bei Gewährung eines Optionsrechts

02.08.2016

Einkommensteuerpflicht bei Gewährung eines Optionsrechts

in lectus pellentesque at

Wer ein Optionsrecht hat, unterliegt für Einnahmen daraus der Einkommensteuer, sobald er die Option ausübt.

In einem Streitfall vor dem Finanzgericht Hamburg ging es um die Frage, ob die Ausübung von Aktienoptionen (sog. Stock Options) beim Kläger zu steuerbaren Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geführt hat.

Die Gewährung eines Optionsrechts kann zu Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit führen, erklärt das Finanzgericht Hamburg im Urteil vom 05.04.2016 (Az. 6 K 81/15). Der Lohn fließt nicht schon mit der Einräumung des Rechts zu, zu einem späteren Zeitpunkt Aktien verbilligt zu erwerben, sondern grundsätzlich erst mit Ausübung der Option durch den verbilligten Erwerb der Aktien selbst.

Auch anderweitige Verwertung relevant

Der Vorteil aus einer Optionsgewährung fließt dem Arbeitnehmer als Optionsnehmer nicht nur dadurch zu, dass er die Optionsrechte ausübt, sondern auch dadurch, dass der Arbeitnehmer die Optionsrechte anderweitig verwertet. Eine solche anderweitige Verwertung liegt regelmäßig vor, wenn der Arbeitnehmer über das Recht verfügt, so etwa, wenn der Arbeitnehmer auf ein ihm zugewandtes Aktienankaufsrecht gegen Entgelt verzichtet.

(FG Hamburg, NL 02/2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


DER BETRIEB - Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Testen Sie die Zeitschrift DER BETRIEB vier Wochen lang kostenlos und ohne Risiko im Gratis-Paket. Sie erhalten 4 Zeitschriften-Ausgaben sowie Zugang zum neuen Online-Portal von DER BETRIEB und der neuen App DER BETRIEB Live.