• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Einigung zum Abschluss des Basel-III-Reformpakets

11.12.2017

Meldung, Wirtschaftsrecht

Einigung zum Abschluss des Basel-III-Reformpakets

Beitrag mit Bild

©fotomek/fotolia.com

Die BaFin und die Deutsche Bundesbank begrüßen die Einigung des Leitungsgremiums des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht zum Abschluss des Basel-III-Reformpakets. Beide Institutionen sehen das Ergebnis als wichtigen Schritt zur Sicherstellung einer harmonisierten globalen Regulierung für den Bankensektor sowie zur Stärkung der Finanzstabilität.

Die Mitglieder des Leitungsgremiums des Baseler Ausschusses, der Group of Central Bank Governors and Heads of Supervision (GHOS), haben sich am 07.12.2017 auf den letzten noch offenen Punkt geeinigt. Die beteiligten Notenbankgouverneure und Finanzaufsichtschefs legten die Untergrenze für durch Modelle bestimmte Eigenkapitalanforderungen (Output Floor) auf 72,5 % fest. Für Deutschland gehören Bundesbankpräsident Jens Weidmann und BaFin-Präsident Felix Hufeld dem Gremium an.

Output Floor ist guter Kompromiss

„Der Abschluss des Basel-III-Reformpakets ist wichtig, denn dadurch wird im elften Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise endlich eine weitere wesentliche Lehre gezogen. Außerdem wird die regulatorische Unsicherheit, die auf den Banken lastete, beseitigt“, erklärte Bundesbankpräsident Weidmann. „Der nun festgelegte Output Floor ist aus deutscher Sicht kein Wunschergebnis, aber ein Kompromiss, den alle Beteiligten tragen können“, so BaFin-Präsident Hufeld. Er betonte: „Wichtig war uns, dass sich die globale Bankenregulierung nicht vom Prinzip der Risikosensitivität verabschiedet und interne Modelle weiterhin zulässt.“

Große Herausforderungen für Banken

Mit den überarbeiteten Baseler Regelungen sollen vor allem ungewollt hohe Abweichungen bei den mit bankinternen Verfahren berechneten Kapitalanforderungen eingeschränkt werden. Durch den Output Floor wird für Banken, die eigene Verfahren verwenden, die dadurch mögliche Eigenkapitalersparnis gegenüber der Nutzung von Standardmethoden auf 27,5 % beschränkt. „Die neuen Regelungen stellen die Institute vor bedeutende Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Banken haben aber neun Jahre Zeit, sich schrittweise auf die neuen Anforderungen einzustellen – eine machbare Aufgabe“, glaubt BaFin-Präsident Hufeld.

(BaFin, PM vom 07.12.2017 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©Gina Sanders/fotolia.com


23.07.2024

Urlaubsabgeltung bei Arbeitsunfähigkeit während Freistellung

Das Landesarbeitsgericht Kiel stellt klar, dass ein Arbeitnehmer, der während der Freistellung erkrankt, nicht nachträglich eine Urlaubsabgeltung verlangen kann.

weiterlesen
Urlaubsabgeltung bei Arbeitsunfähigkeit während Freistellung

Meldung

ilixe48/123rf.com


23.07.2024

Nachhaltigkeitsberichterstattung von Versicherungsunternehmen

Der vom IDW veröffentlichte Modul-Entwurf für Versicherungsunternehmen (Entwurf IDW RS VFA 100: ESRS-Modulverlautbarung) steht bis zum 30.09.2024 zur Konsultation bereit.

weiterlesen
Nachhaltigkeitsberichterstattung von Versicherungsunternehmen

Steuerboard

Martin Liebernickel / Tobias Stiewe


22.07.2024

Das Déjà-vu im Steuerrecht – kommt die Mitteilungspflicht für innerstaatliche Steuergestaltungen jetzt doch?

Am 05.07.2024 gaben Bundeskanzler Olaf Scholz und die Bundesminister Robert Habeck und Christian Lindner eine Einigung über die Grundzüge des Bundeshaushaltes für 2025, einen Nachtragshaushalt für 2024 und eine Wachstumsinitiative bekannt.

weiterlesen
Das Déjà-vu im Steuerrecht – kommt die Mitteilungspflicht für innerstaatliche Steuergestaltungen jetzt doch?

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank