• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutsche Wirtschaft wächst 2016 um 1,8 Prozent

29.12.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Deutsche Wirtschaft wächst 2016 um 1,8 Prozent

Beitrag mit Bild

Trotz historisch niedriger Zinsen und einer hohen Kapazitätsauslastung vieler Unternehmen entwickeln sich die Investitionen nur mit sehr geringer Dynamik.

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Aufschwung fort – trotz erheblicher weltwirtschaftlicher Unsicherheit angesichts von Brexit, Präsidentenwechsel in den USA und schleppender wirtschaftlicher Erholung in den Schwellenländern.

Zu diesem Ergebnis kommt die neue Konjunkturprognose vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Im Jahresdurchschnitt 2017 wächst die deutsche Wirtschaft um 1,2 Prozent, nach 1,8 Prozent in diesem Jahr. Die scheinbare Abschwächung beruht in erster Linie auf der geringeren Zahl an Arbeitstagen im kommenden Jahr. Die Dynamik des Wachstums geht hingegen nicht zurück.

Steigende Ölpreise hemmen Wachstum 2017 leicht

Gegenüber seiner Vorhersage vom September senkt das IMK die Wachstumsprognose für 2016 und 2017 jeweils minimal um 0,1 Prozentpunkte. Die geringfügige Rücknahme in diesem Jahr begründen die Forscher mit der schwächeren Exportentwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Die leichte Reduzierung im kommenden Jahr ergibt sich aus der Erwartung, dass die Verbraucherpreise nach den Beschlüssen der OPEC-Länder 2017 wegen der steigenden Ölpreise etwas stärker steigen werden als bislang prognostiziert (1,5 Prozent statt 1,2 Prozent). Daher werden die realen Einkommenszuwächse etwas niedriger ausfallen und der private Konsum etwas schwächer zulegen.

Sorgenkind Investitionen

Sorgenkind der Wirtschaftsentwicklung bleiben die Investitionen. Die Unsicherheit über den weiteren Ablauf des Brexit und eine mögliche Neuorientierung der US-Wirtschaftspolitik dürften nach Erwartung der Forscher verhindern, dass deutsche Unternehmen ihre Ausrüstungsinvestitionen deutlich verstärken. Allerdings sehen die Konjunkturexperten auch leicht positive Signale. So sei die Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe mittlerweile auf dem höchsten Stand seit 2008, die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bleibe hoch. „Damit dürften für die Unternehmen Erweiterungen ihrer Produktionskapazitäten wieder dringlicher werden“, schreibt das IMK – zumal die Zinsen äußerst niedrig bleiben werden.

(Hans-Böckler-Stiftung, PM vom 20.12.2016/ Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

©lenetsnikolai /fotolia.com


31.03.2026

Studie: Arbeitnehmer täuschen Anwesenheit vor

Eine neue Umfrage zeigt, dass viele Beschäftigte Anwesenheit bewusst inszenieren, weil Unternehmen Präsenz stärker belohnen als tatsächliche Ergebnisse.

weiterlesen
Studie: Arbeitnehmer täuschen Anwesenheit vor

Meldung

©zest_marina/fotolia.com


31.03.2026

Grünes Licht für EU-Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung

Das EU-Parlament hat neue EU-weite Vorschriften zur Schaffung eines strafrechtlichen Rahmens zur Vorbeugung und Bekämpfung von Korruption verabschiedet.

weiterlesen
Grünes Licht für EU-Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung

Steuerboard

Dominik Graf von Armansperg


30.03.2026

Optimierungsvorschläge zum Besteuerungsverfahren in Erbschaft- und Schenkungsteuerfällen

Bei jedem Erbfall und bei Schenkungen, die zu einer Erbschaft- bzw. Schenkungsteuerfestsetzung führen können, ist ein entsprechendes Besteuerungsverfahren mit den jeweils zuständigen Finanzbehörden durchzuführen.

weiterlesen
Optimierungsvorschläge zum Besteuerungsverfahren in Erbschaft- und Schenkungsteuerfällen
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)